Ökumenische Begegnungstage in Jerusalem - Januar 2018

Einheitswoche Jerusalem (Foto: Christoph Knoch)

Foto: Abschluss des Gottesdienstes in der syrisch-orthodoxen Markus-Kirche in Jerusalem

In Jerusalem sind fast alle christlichen Kirchen und Konfessionen der Welt auf kleinstem Raum beieinander. Nach Jahrhunderten des Gegeneinanders und der Abgrenzungen ist in den letzten Jahren ein ökumenisches Miteinander gewachsen. Höhepunkt ist die jährlich begangene «Gebetswoche für die Einheit der Christen». Christoph Knoch war mehrfach dabei.

Die «Gebetswoche» ist in vielen Gemeinden ein fester Bestandteil des ökumenischen Jahreskalenders. In Jerusalem ist es während dieser Tage möglich, das breite Spektrum christlicher Traditionen und Spiritualität kennenzulernen und feiernd zu erleben. In Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen wird deutlich, was es heisst, als christliche Minderheit zwischen Juden und Muslimen die eigene Identität und Sprache zu leben und weiterzugeben.

Jahrelang waren es Einzelne, die zum Feiern in die verschiedenen Kirchen eingeladen haben. Seit dem Jahr 2000 trägt und plant eine ökumenische Vorbereitungsgruppe die «wichtigste Woche nach der Karwoche» (so ein äthiopischer Geistlicher). Jeden Abend ist eine andere Konfession oder Konfessionsfamilie für die Feier verantwortlich. Die Gottesdienste dieser Woche öffnen einen Blick in die fremde Welt der orientalischen und orthodoxen Kirchen. Sie orientieren sich an der vom Vatikan und dem Ökumenischen Rat der Kirchen für jedes Jahr neu entworfenen Liturgie der Einheitswoche. In den Gemeinden wird sie in die je eigene Tradition umgesetzt.

Einheitswoche 2017