«25 Jahre Piazza Thoracherhus» - ein fröhliches Fest für jung und alt.

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Thoracherfest (Foto: Simone Buser)
Am Samstag, 9. Juni, wurde unter dem Motto «25 Jahre Piazza Thoracherhus» gefeiert. Der Quartierverein und etliche jener (Musik-)Gruppen, die sich im Thoracherhus treffen, trugen alle zum Fest bei, denn: «Das Thoracherhaus soll offen sein für alle»
Ende Mai 1987 wurde das Gemeinschaftszentrum Thoracherhus mit einem grossen Fest eröffnet. Mitten zwischen den neuen Hochhäusern war ein Gebäude entstanden, das mit seinen bordeaux-roten Fensterrahmen, dem markanten Glasdach und dem Tag und Nacht geöffneten «Raum der Stille» einen Kontrapunkt setzen sollte zur Geschäftigkeit des neuen Wohn- und Schlafquartiers.

Mit Bildern im «reformiert.»,
das Plakat zum Fest
und die Festzeitung .

Der Film zu Geschichte und Gegenwart des Thoracherhus


Das Thoracherhus am Kranichweg wurde als eines der letzten Gebäude im neuen Quartier «Thoracker» um Kranich- und Pelikanweg eingeweiht. In der gleichen Zeit sind das Restaurant Thoracker und das Ladenlokal (heute «Denner») entstanden. Die drei Gebäude bilden ein Hufeisen um die Piazza, die am Samstag, 9. Juni, von 9 bis 18 Uhr Zentrum des Festes sein wird. Der Quartierverein und etliche der Gruppen, die sich im Thoracherhus treffen, tragen musikalisch und kulinarisch zum Fest bei, denn: «Das Thoracherhaus soll offen sein für alle».
Die Planungen für das Thoracherquartier haben schon im Jahr 1959 begonnen, erzählt Hansruedi Flückiger, der erste vollamtliche Gemeindepräsident von Muri bei Bern. «1972 haben wir die Überbauungsordnung mit Hochhäusern, Mehrfamilien- und Einfamilienhäusern beschlossen. Das war ein wichtiger Schritt für Muri. Ganz bewusst war darin eine Fläche für Restaurant, Laden und Gemeinschaftszentrum ausgeschieden worden.» Es sei ganz bewusst an der Stelle gegenüber vom neuen Stadtteil von Bern (Saali/Wittigkofen) geplant worden.
Flückiger hat am Samstag ausführlich über die Schwierigkeiten einer gelingenden Ortsplanung in jener Zeit des Aufbruchs berichtet. Der jetzige Gemeindepräsident Hans-Rudolf Saxer und Hans Graf, der Präsident der Kirchgemeinde, haben ein Grusswort überbracht. Graf hat an die Diskussionen im Kirchgemeinderat im Vorfeld des Neubaus erinnert, während Saxer das «Gemeinschaftszentrum» ins Zentrum seiner Gedanken gestellt hat und dabei betont, wie wichtig solche Orte für ein funktionierendes Gemeinwesen sind.

Die Aktivitäten für die Kinder (Hüpfburg, Schminken) wurden von Anfang bis zum Schluss mit grosser Begeisterung genutzt. Die Kinder - betreut von Jugendlichen - konnten sich wunderbar hinter dem Haus beschäftigen. Hot-Dog und Popcorn waren beliebt.

Kurz nach 12 Uhr kam es zum ersten Ansturm auf die wunderbare Paella (sofern einem die frutti di mare schmecken). Patrick Zemp, Präsident des Quartiervereins, und sein eingespieltes Team gelang es, alle hungrigen Gäste gut zu versorgen.
Die von vielen gestifteten Kuchen für die Kaffee-Stube waren bald einmal aufgegessen, doch konnte das Stubete-Team noch für Nachschub sorgen.

Volkstanzgruppe seit 24 Jahren
«Das Thoracherhus ist unsere Heimat. Wir schätzen es sehr, mit dem Blick ins Grüne gemeinsam tanzen zu können» betonen am Montag­abend die Frauen und Männer, die unter Leitung von Ruth Scheidegger Volkstänze einüben. Sie sind die älteste Gruppe im Thoracherhus. Zaghaft liessen sich die Gäste von Ruth Scheidegger zum Tanz auf der Piazza einladen.

Übungslokal für zahlreiche Gruppen
Andreas Renggli, Tobias Schmid, Amadeo Nicoletti und Kevin Portner (seit 7. Juni «TAAK») zogen bei ihrem Auftritt kurz nach 16 Uhr zahlreiche neue Gäste an. Dank der Intervention des Publikums liess sich Amadeo zu (nicht geplanten) Gesangseinlagen bewegen.
Dora Luginbühl hat mit ihrem Trio den Reigen der musikalischen Beiträge begonnen und auch wieder beendet. Vom Schulkind bis zur Grossmutter - ein ganzes Leben in Kurzform.
Begeisternd war die Morillon Big Band, die den historischen Rückblick mit dem Video-Clip von Christoph Knoch und der Rede des Alt-Gemeindepräsidenten Hansruedi Flückiger, mit beschwingten Tönen gerahmt haben.

So gilt weiterhin: Das Thoracherhus ist einfach da
Wer sich beim Mittagstisch der «Stubete» umhört, erfährt ganz offen, dass das Gemeinschaftszentrum erst wahrgenommen wird, seit Mann und Frau regelmässig in der «Cheminéestube» essen. Die Mütter und Väter, die ihre Kinder in die Spielgruppe bringen, sind sehr froh über das gute Angebot vom Thorackerleist, das die Kirchgemeinde mit einer günstigen Raummiete unterstützt. Tagtäglich wird im Saal geturnt, meditiert, getanzt, diskutiert und regelmässig werden Taufen, Hochzeiten, Geburtstage im grösseren oder kleineren Rahmen gefeiert.

Offenes Haus – für alle
Urs Boo, der technische Hauswart, und Dominic Schmid, der demnächst seine Lehrabschlussprüfungen zu bestehen hat, sind immer im Einsatz, um das Ideal eines offenen und gastfreundlichen Hauses umzusetzen. So war es immer gedacht. Maria Prendergast, die als Kirchgemeindeverwalterin damals aus den Kellerräumen des Melchenbühl in die lichten und hellen Büros im Thoracher umgezogen ist, schwärmt von all diesen Möglichkeiten: «Ich wünsche dem Thoracher weiterhin viele Ideen und vor allem immer mehr Menschen, die in diesem offenen Haus Heimat finden.» Das offene Haus blieb nicht einfach ein frommer Wunsch, sondern tamilische Hochzeiten oder muslimische Feiern zum Fastenbrechen fanden ebenso Raum wie Anlässe der chinesischen oder der kamerunischen Botschaft. Hie und da gab es Momente, in denen die Ohren der Nachbarschaft etwas strapaziert wurde.

Raum der Stille
Die Toleranz des Kirchgemeinderates im Blick auf den anfangs rund um die Ohr geöffneten Raum der Stille fand ein Ende, als Nadeln, Bierflaschen und andere Reste feucht-fröhlicher Nächte vom damaligen Hauswart weggeräumt werden mussten. Heute wird der Raum der Stille – zur Freude des Initianten Fritz Minder der als Arzt und Bildhauer in Muri lebt – für Meditation und Mittagsbesinnungen genützt. «Als ich im Kirchgemeinderat von meinen Erfahrungen mit der Meditation und bei interreligiösen Begegnungen in Indien berichtet habe, waren sie alle ganz still. Wir konnten dann den Raum mit dem markanten Serpentin aus Poschiavo einrichten und viele gute Abende erleben,» sagt der Initiant dieses besonderen Raums.
Das Fest am Samstag hat Quartier und Gemeinde Einblick gegeben in das vielfältige Leben im und um das Thoracherhus.

www.rkmg.ch/thoracherhus


Programm des Jubiläumsfests
Thoracherhus
25.05.2020
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Fotograf/-in
Christoph Knoch und Weitere