«Schöpfung» - Konzert des Erweiterten Kirchenchores am 4.+5. Juni 2016

Die «Schöpfung» ist Geschichte. Die unwiderstehliche Lebendigkeit, die Haydn dem Oratorium mit seiner frischen Musik einhauchte, wurde wirklich von Chor, Solisten und Orchester umgesetzt. Ewald Lucas hat äusserst umsichtig und präzise dirigiert. Beide Aufführungen waren ausverkauft. DANKE!
Schöpfung (2016) (Foto: Christoph Knoch)

Probe am 1. Juni 2016

Konzert am 5. Juni 2016
Schöpfung (2016) (Foto: Christoph Knoch)

Samstag, 4. Juni
Sie können über diesen link in die Aufführung hineinhören.

Sonntag, 5. Juni
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Schöpfung (2016) (Foto: Christoph Knoch)


Solisten
Konzert 2016 (Foto: Christoph Knoch)

Rebekka Maeder, Sopran
Jan-Martin Mächler, Tenor
Martin Weidmann, Bass
Kirchenchor Muri-Gümligen
Camerata Mobile
Michael Keller, Konzertmeister



Rückblick (Lokalnachrichten, 9. Juni 2016)
«Vollendet war das grosse Werk»
Chor, Orchester und Solisten streben am Ende des zweiten Teiles der «Schöpfung» auf den Höhepunkt des siebten Schöpfungstages zu. Wenig «Ruhe» bleibt, denn Adam und Eva, das am sechsten Tag in die Welt gesetzte Menschenpaar, entdecken im dritten Teil die Liebe und das gemeinsame Unterwegssein. Uriel, einer der drei Engel, die die mythologische Geschichte der Erschaffung der Welt erzählen, weist fast spöttisch darauf hin, dass sie doch nicht zu viel wissen sollten. Fröhlich und mit grosser Begeisterung zogen die Sängerinnen und Sänger des erweiterten Kirchenchors das Publikum in ihren Bann. Haydn und sein Librettist kommen bis heute bei den Chören und beim Publikum an. Das war auch in Gümligen am vergangenen Samstag und Sonntag nicht anders. Ewald Lucas hat durch sein präzises und zurückhaltendes Dirigieren den 80köpfigen Chor, die Musikerinnen und Musiker der Camerata Mobile mit Michael Keller als Konzertmeister und mit den Solisten einen Spannungsbogen aufgebaut, den das Publikum mit langanhaltendem Applaus begeistert verdankt hat.

Die Solisten Rebekka Maeder, Sopran (Gabriel und Eva), Jan-Martin Mächler, Tenor (Uriel) und Martin Weidmann, Bass (Raphael und Adam), dazu Monika Heggendorn (Mezzosopran) beim Schluss-Amen, waren durchwegs sehr präsent und haben spüren lassen, was Martin Weidmann im «reformiert.» vom April festgestellt hat: «Ich bin immer wieder beeindruckt von der Farbigkeit dieser Musik. Die unglaublich tolle Musik macht vermeintliche Schwachstellen im Libretto vergessen.» Jan-Martin Mächler betonte damals: «Joseph Haydn ist einfach ein sehr origineller Komponist. Wenn er das ‹Chaos› am Anfang vertont, ist das wirklich chaotisch, ohne jegliche Form, wie sie sonst in der Klassik … praktiziert wurde. Das ist mutig und irrsinnig spannend, jedes Mal.» Und schliesslich die Gedanken von Rebekka Maeder: «‹dein Will’ ist mir Gesetz›, ‹Und dir gehorchen bringt mir Freude, Glück und Ruhm› löst ein amüsiertes Raunen aus. Das Frauenbild hat sich in den letzten 200 Jahren offensichtlich ein wenig geändert. Ich singe diese Stellen immer gern mit einem Augenzwinkern und lasse auch den modernen Mann ein bisschen träumen..... ».


Texte, Töne, Bilder www.rkmg.ch/konzert2016 und die Interviews vom April.
Christoph Knoch


Mehr zum Werk ...
Joseph Haydn (1732-1809): «Die Schöpfung»

... zur Reihe «Schöpfung - die Tage eins bis sieben»

... und zum Dirigenten
Ewald Lucas

062 961 60 75
Konzert 2016
05.09.2015
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Fotograf/-in
Christoph Knoch, Annelise Jespers