Muri: Erster «Feier.Tag» 19. Januar, 10 Uhr:
«Die Kirche sucht sich einen neuen Platz»

20-01-19 Feiertag<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>798</div><div class='bid' style='display:none;'>9630</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Neue Formen des Feierns sind geplant und werden in den kommenden Monaten umgesetzt. Am Sonntag, 19. Januar, startet der «Feier.Tag» mit Ella de Groot und Sebastian Stalder. Nicht in der Kirche, sondern im Kirchgemeindehaus. Das Pfarrteam stellt diese neue Form des sonntäglichen Feierns unter das Motto: «Deine Tischgemeinschaft. Deine Sonntagszüpfe. Wo Geschichten erzählt und erlebt werden.» (Dazu das Interview von Sebastian Stalder und Manuel Perucchi.)

Beitrag aus den Lokalnachrichten:
Seit 1000 Jahren steht die Kirche unübersehbar auf dem Muriger Schlosshügel. Fenster kamen und Fenster gingen. Wortgewaltige Predigten, tosende Orgeltöne, theaterspielende Kinder füllten den Raum. Ab März werden Schloss- und Kirchenmauer der Thunstrasse entlang saniert. Unter dem Motto «Die Kirche sucht sich einen neuen Platz» schwimmt der Turm zwar nicht die Aare ab, doch wollen Pfarrkollegium und Kirchgemeinderat die Chance nutzen, einen neuen «Platz» zu suchen. Näher bei den Menschen.

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Am grossen Tisch im Kirchgemeindehaus Muri

Neue Formen des Feierns sind geplant und werden in den kommenden Monaten umgesetzt. Am Sonntag, 19. Januar, startet der «Feier.Tag». Nicht in der Kirche, sondern im Kirchgemeindehaus. Das Pfarrteam stellt diese neue Form des sonntäglichen Feierns unter das Motto: «Deine Tischgemeinschaft. Deine Sonntagszüpfe. Wo Geschichten erzählt und erlebt werden.»

Einmal im Monat «Feier.Tag»
Manuel Perucchi, Leiter Pfarrteam, betont: «Den Auftakt zu jedem ‹Feier.Tag› bildet eine Geschichte, nah am Leben, verbunden mit menschlicher Erfahrung. Sie soll kurz und knapp sein, jung und alt mit auf die Reise nehmen. Beim Brunch – und darum eben der neue Ort im Kirchgemeindehaus – sollen die Leute ins Gespräch am Tisch kommen.» Am ersten «Feier.Tag» geht der Kirchturm auf Reisen. Er sucht die Menschen und stellt sich den Veränderungen, denen sich die Kirche nicht entziehen darf.
«Es ist uns wichtig, dass wir die Veränderungen nicht einfach passiv hinnehmen, sondern neue Formen sollen aus dem Zuhören ein Gespräch entwickeln. Wir wollen für Junge, Familien und nicht-klassische Kirchgänger neue Formen des gemeinsamen Feierns erproben», ergänzt Sebastian Stalder, der Jugend- und Familienpfarrer. «Feiern verstehen wir zunehmend gemütlich und gemeinschaftlich. Kurz: mehr Dialog statt Monolog. Uns sind Familien mit Kindern sowie kirchlich eher Distanzierte ganz besonders wichtig.»

Tischgemeinschaft
Der Brunch wird zum zentralen Element des «Feier.Tags». «Wir sind nach wie vor überzeugt davon», so Perucchi, «dass in einer global vernetzten Welt die Kirchgemeinde vor Ort Gemeinschaft stiften kann quer durch alle Schichten. Bei uns treffen sich Menschen – bedingungslos, niederschwellig und offen. Wir sind gemeinsam auf der Suche nach dem, was uns bewegt und Hoffnung gibt. Man kann dem Gottvertrauen oder auch einfach Lebensvertrauen sagen. Wenn beim gemeinsamen Essen und Austauschen dieses gemeinsame Unterwegssein erkennbar wird, umso schöner!»

«Von Gott bewegt. Den Menschen verpflichtet»
So das Motto, das sich die reformierte Berner Kirche im Jahr 2017 gegeben hat. «Dies nehmen wir auf und setzen es in unserer Kirchgemeinde mit neuen Feierformen um», so Sebastian Stalder. «Seit längerem haben wir monatlich den ‹Feier.Abend› im Programm. Den wollen wir in diesem Jahr weiterentwickeln und nach der Sanierung von Strasse und Kirche ab Advent 2020 am Samstagabend mit Musik und Barbetrieb neu lancieren.»

Kinder, Familien – und an Gemeinschaft Interessierte
Das «Singe mit de Chliine» und das KiK wurden zu Erfolgsgeschichten. Daraus haben sich besondere Feiern entwickelt, die die Muriger Kirche regelmässig füllen. Diese Art des freiwilligen Unterwegsseins kommt gut an. «Wenn wir es gut machen», gesteht Sebastian Stalder, «dann sind Kinder, Eltern und Grosseltern mit Begeisterung dabei und erleben die Kirche als einen für sie nach wie vor relevanten Ort. Es ist unser Ziel, den kirchlichen Unterricht mit diesen Erfahrungen zu bereichern und zu verändern. Freude, Spass – und Freiwilligkeit statt Zwang und Zwängerei.» Der erste «Feier.Tag» am nächsten Sonntag macht den Auftakt zur Suche nach einem neuen Platz. «Wir freuen uns auf alle. Auf Kinder, auf Eltern, auf Neugierige – und einfach alle, die unserer Einladung zu Brunch und Geschichte folgen.» So strahlen die beiden Pfarrer.

Dass der 19. Januar auch Sonntag der Ökumene ist und darum ein paar Muri-Gümliger Reformierte mit Christoph Knoch und Nicolas Betticher in der römisch-katholischen Kirche Bruder Klaus feiern werden, liess sich nicht anders planen. Künftig wird das anders sein, denn gemeinsam essen, gemeinsam feiern ist das «Wesen des Christentums», wie ein katholischer Theologe es einmal formuliert hat..

www.rkmg.ch/feiertag
mp/ssz/ck

Feier.Tag am 19. Januar 2020, 10 Uhr, Kirchgemeindehaus Muri
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Feier.Tag
05.01.2020
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Fotograf/-in
Christoph Knoch und Weitere