Kirche weltweit - Gottesdienste in Muri und Gümligen am 3. März

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Suppentag 2013 (Foto: Christoph Knoch)
Die Fasnachtstrommeln und –pfeifen vom Mattenhof waren am Sonntagmorgen verklungen. In den Kirchen Gümligen und Muri waren andere Trommeln und Pfeifen zu hören. In Gümligen feierte die eritäisch-orthodoxe Gemeinde zum ersten Mal Gottesdienst. In Muri stellte eine Konfirmandenklasse die Geschichte eines legalen Landraubs in biblischer Zeit dar....
... und Pfarrer Heinz Bichsel spannte den Bogen zu den drängenden Fragen des Landraubs in Afrika und Lateinamerika. Die Zeit der Fasten-Suppen, die Zeit der Brot für alle Aktion läuft noch bis Ostern.

Gümligen
Die grossen Trommeln, die kleinen Glocken und die liturgischen Gesänge ertönten schon früh am Sonntag in der Kirche Gümligen. Die eriträisch-orthodoxe Exilgemeinde hatte bei der Kirchgemeinde angefragt, um dort einmal in einer «richtigen» Kirche Gottesdienst in ihrem Ritus feiern zu können. Da die reformierte Kirchgemeinde zum Suppentag in Kirche und Kirchgemeindehaus Muri eingeladen hatte, war die Kirche in Gümligen frei. Priester und Diakon beginnen die Liturgie hinter dem Vorhang, die Gemeinde (Männer, Frauen, Kinder) singt dazu im Wechsel, Trommeln, Zimbeln und Handglocken unterstützen den Gesang (Kirchenglocken gehören nicht zu ihrer Tradition). Schliesslich öffnet sich der Vorhang und das Geheimnis von Brot und Wein wird festlich gefeiert. Kirche lebt in vielen verschiedenen Formen – weltweit.

Muri
Zwei Stunden später laden die Kirchenglocken in Muri zur Predigt. Für die Konfirmandenklasse war der Gottesdienst und die anschliessende Suppe Teil ihres Pensums. Sie haben überzeugend und engagiert die Geschichte von Nabots Weinberg, der listigen König Isebel und des Unheil verkündenden Propheten Elia präsentiert. Heinz Bichsel, der Leiter der Fachstelle OeME-Migration der Berner Kirche spannte in der Predigt den Bogen hin und her zwischen einst und heute. Im Referat nach dem Gottesdienst haben die Aufnahmen aus dem Weltall drastisch gezeigt, wie durch neue Formen der industriellen Landwirtschaft ganze Landschaften umgestaltet (und damit meistens zerstört) werden.

«OeME»
Die OeME-Kommission (Ökumene, Mission, Entwicklung) hatte den Saal für die Suppe einladend gestaltet, Suppe und Kuchen mundeten. Die Sammlung für die beiden Projekte zur Stärkung der einheimischen Bauern in Sierra Leone und Benin laufen weiter bis Ostern (Brot für alle, Bern; PC: 30-484-9). Einzahlungscheine finden sich in der Agenda Brot für alle/Fastenopfer. Sie liegen in den Kirchen auf. Mehr zu den Projekten. Der ganze Gottesdienst lässt sich noch einmal lesen und hören.

Bilder und Text: Christoph Knoch

(erschienen in den Lokalnachrichten vom 7. März 2013)
Kirche weltweit
03.03.2013
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