FRAUENREISE 2011 – Frauenreise der Kirchgemeinde

2011 Frauenreise <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Christoph&nbsp;Knoch)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>144</div><div class='bid' style='display:none;'>132</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
2011 Frauenreise (Foto: Christoph Knoch)
Kloster und Burg und lauschige Gassen

Vor einer Woche fand die von Francine Vaucher und Susanna Tschanz organisierte Frauenreise der Kirchgemeinde Muri-Gümligen statt. Bei wunderbarem Wetter waren die Glasfenster vom Kloster Königsfelden, die Habsburg und Brugg Ziel dieses Tagesausflugs.
Nach der Ermordung König Albrechts I. 1308 im Erbstreit der Habsburger stiftete die Witwe, Königin Elisabeth, das Doppelkloster Königsfelden (Klarissen [Frauen] und Franziskaner [Männer]) und ihre Tochter Agnes hatte wesentlichen Anteil am Bau der Klosterkirche mit den wunderbaren Glasfenstern, die zu den hervorragendsten Werken der europäischen Glasmalerei im Spätmittelalter zählen.
47 Frauen lauschten den Erklärungen der beiden Kunsthistorikerinnen und wurden zusätzlich zum überwältigenden Eindruck der Farben auf interessante Details aufmerksam gemacht. Wieviel Symbolik und Theolgie in der Ausgestaltung dieser Kirchenfenster liegt! Eigentlich hätten sie noch lange zuhören und schauen mögen, aber das Mittagessen unter den Bäumen im Hof der «Habsburg» hatte auch seinen Reiz. Nach der Wanderung durch den Wald war das Städtchen Brugg zu entdecken mit dem schwarzen Turm und der Brücke über die Aareschlucht, dem Salzhaus, früher Hofstatt der Habsburger, und dem Sterbehaus von Johann Heinrich Pestalozzi. In der romantischen Altstadt sind dazu die Stadtkirche und die daran angebaute Lateinschule mit ihrer humanistischen Monumentalmalerei absolut sehenswert. Allegorischen Frauenfiguren stellen die «Theologia» und die «Sieben freien Künste» (Musica, Astronomia, Rhetorica, Dialectica, Arithmetica, Geometria, Grammatica) dar.

Viele sind schon gespannt, wohin die Frauenreise wohl nächstes Jahr führen wird.

Susanna Tschanz