Gottesdienst Gümligen (Weihnachten, Abendmahl, Manuel Perucchi, Kirchenchor)

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Musik: Jacques Pasquier
Musik:
Jacques Pasquier, Orgel
Claudia Schaffner, Querflöte

Kirchenchor, Leitung: Ewald Lucas


Gott geht.

«Was haben wir über Gott nicht schon alles gehört:
Er sei gross und mächtig, sogar allmächtig,
er sei der Schöpfer und der Herr und der Hirte und der Einmalige,
man könne von ihm sagen, was man wolle,
es sei doch noch nicht alles
oder gar das letzte Wort,
weil er eben Gott sei,
das stehe nun einmal felsenfest.

Und nun das!
Diese Nachricht im Advent.
Gott hat nicht nur Namen und Eigenschaften und Wesenszüge.
Gott macht auch noch was nebenbei.
Er hat eine Nebenbeschäftigung,
ein Hobby besonderer Art,
ziemlich anstrengend,
aber gut für die Kondition:
Gott ist ein Geher.
So viel steht fest: Gott geht.»

Diese Gedanken stammen von Ludwig Burgdörfer, einem deutschen Pfarrer. Er hat ein Büchlein mit Heiter-Nachdenklichem für die Weihnachtszeit herausgegeben, «Erst eilig, dann heilig» heisst es.

Gott geht also. So viel steht fest. Aber wohin denn? Geht er mit einem klaren Ziel vor Augen? Oder geht er einfach so umher? Geht Gott allein? Oder mit uns? – In der Adventszeit kann man aus allen Richtungen hören (wenn man genau hinhört und diese Botschaft in der vorweihnächtlichen Geschäftigkeit nicht vollends untergeht): Gott kommt. Gott kommt uns entgegen. Das leuchtet ein, schliesslich ist das die gängige Interpretation des Advents. Advent – «adventus» – bedeutet Ankunft. Gott kommt an Weihnachten auf die Welt und uns entgegen in seinem Sohn Jesus Christus.

So weit, so vertraut. Doch für mich hat sie was, die Geschichte von Gott, der geht. Das heisst ja nicht, dass er nicht auch kommen, auf uns zukommen kann. Das Entscheidende ist, dass sich Gott bewegt, dass er nicht statisch und starr ist. Das wäre nämlich praktischer. Es wäre einfacher, mit ihm umgehen zu können und sich fixe Vorstellungen von ihm zu machen, wenn Gott sich still hielte. Am besten oben im Himmel, weit weg von hier. Wenn’s sein muss, bestenfalls mit Ausgang am Sonntagmorgen…

Doch nein, Fehlanzeige. Gott geht. Das ist sein beständiges Kennzeichen. – Und nun, war’s das schon? Was bedeutet das jetzt für uns und für Weihnachten? Und geht die Geschichte vom «gehenden Gott» weiter?

Wenn Sie diese Fragen interessieren, Sie tolle Musik hören oder in Gemeinschaft dem Sinn von Weihnachten nachspüren wollen, kommen Sie am 25. Dezember um 10 Uhr in den Weihnachtsgottesdienst in der Gümliger Kirche.

Herzliche Einladung, ich freue mich, Sie zu sehen!
Manuel Perucchi, Pfarrer


Weihnachtskollekte des Synodalrats: «Wunden heilen»

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