Gottesdienst Gümligen (Manuel Perucchi)

Huldrych_Zwingli_(par_Aubry)<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>525</div><div class='bid' style='display:none;'>8614</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Musik: Christine Heggendorn
"Tut um Gottes Willen etwas Tapferes!"

Diese Worte schreibt der Reformator Ulrich Zwingli am 16. Juni 1529 an den Rat von Zürich. Er will die Regierung damit bewegen, ihre zögerliche Haltung aufzugeben und in den Krieg gegen die katholischen Innerschweizer Kantone zu ziehen. Diese verboten auf ihren Territorien die freie Predigt des Evangeliums. Das ist der realgeschichtliche Hintergrund dieser Worte.

Vor diesem Hintergrund lässt sich dieser berühmte Satz durchaus auch auf Zwinglis Wirken, seine Gedanken und seine Spiritualität übertragen. Denn in seinem theologischen Tun ist Zwingli immer auch ein politischer Mensch, einer, der mit seinen Reformbestrebungen einerseits das persönliche und alltägliche Leben, andererseits aber auch Kirche und Politik erreichen wollte.

Das Verhältnis von Kirche und Politik wird in diesen Tagen einmal mehr kontrovers diskutiert. Was würde wohl Zwingli dazu sagen? - "Tut um Gottes Willen etwas Tapferes!": Ein Kampfspruch, der auf die politische Dimension des Evangeliums anspielt und uns noch heute auffordert, als Kirche gesellschaftspolitisch relevant zu bleiben. Im Gottesdienst machen wir uns dazu Gedanken.