Ökumenische Kampagne 2025: «Hunger frisst Zukunft»

«Niemand hungert, weil wir zuviel essen. Sondern weil wir zuwenig denken.»

So lautete 1969 das Motto der ersten ökumenischen Kampagne von «Brot für Brüder» und «Fastenopfer». Aus «Brüder» wurde längst «alle», aus «Opfer» die «Aktion». «Hunger» ist immer noch ein Thema. Und «Denken» scheint in vielen Bereichen aus der Mode gekommen zu sein. 2025 lautet das Motto radikal und direkt «Hunger frisst Zukunft». Leider wahr. Denken Sie mit uns weiter?
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Im Begleittext zur Aktion steht:

«Unsere Vision ist eine Welt ohne Hunger, in der das Recht auf eine gesunde Ernährung gesichert ist. Doch die Hungerkrisen im globalen Süden nehmen zu, und der Zugang zu genügend gesunder und kulturell angepasster Nahrung wird für die lokalen Gemeinschaften immer schwieriger. Hunger und Unterernährung verhindern, dass Menschen in Würde leben und ihr Potenzial entfalten können. Hunger frisst buchstäblich ihre Aussichten auf eine bessere Zukunft. Im Norden stehen wir daher in der Verantwortung, einen Beitrag zu leisten, um Hungerkrisen zu überwinden. Die Ökumenische Kampagne 2025 eröffnet einen neuen Drei-Jahres-Zyklus, der auf die Nord-Süd-Ungerechtigkeiten aufmerksam macht, die Ursachen des Hungers thematisiert und nachhaltige Lösungsansätze präsentiert.

Die Ökumenische Kampagne 2025 hat zum Ziel, die Menschen in der Schweiz für den Umstand zu sensibilisieren, dass Hunger und Unterernährung keine unüberwindbaren, natürlichen Vorkommnisse sind, dass sie menschengemacht sind und dass sie die Zukunftsaussichten von ganzen Gemeinschaften im globalen Süden bedrohen. Die Kampagne soll Anregungen für einen Lebensstil vermitteln, in dem Recht auf Nahrung, Recht auf Würde und Recht auf Zukunft Hand in Hand gehen. Weiter sollen Mittel für die Projekt- und Programmarbeit der Organisationen gesammelt werden, um ernährungssichernde Projekte zu fördern.

Recht auf Nahrung ist eines der Kernthemen, zu dem Fastenaktion, HEKS und Partnersein seit vielen Jahren arbeiten und entsprechende Expertise haben. National und international setzen sich die Organisationen für einen ganzheitlichen Ansatz ein. Dabei stellen sie die politischen und gesellschaftlichen Aspekte der Mitwirkung und der bäuerlichen Rechte in den Vordergrund. In unseren Projektländern setzen wir uns in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Landwirtschaft ein, um die Nahrungssicherheit und die gesellschaftliche Stellung der Frauen zu verbessern.

Gemeinschaftsarbeit und angepasste landwirtschaftliche Techniken erhöhen die Qualität und Quantität der Nahrungsmittelproduktion. Ziel ist die Produktion von gesunder und kulturell angepasster Nahrung für den Eigenbedarf der lokalen Gemeinschaften. Dank der Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen vor Ort werden gute Lösungsansätze langfristig Früchte tragen.»


Soweit die Gedanken der Verantwortlichen bei HEKS/Brot für alle, der Fastenaktion und Partnersein. Die jährliche Kampagne knüpft an die Diskussionen über die Kollekte in der Anfangszeit der Kirche an. Paulus betont, dass es für das Christsein zentral ist, sich um das Schicksal jener zu kümmern, denen es schlecht geht. Ob in der Nähe oder in der Ferne. Die Kirchenkollekte macht Einzelne zur Kirche. Das wird oft vergessen. Die Kampagne erinnert daran. Herzlichen Dank für alle Spenden!

Gottesdienst zur Ökumenischen Kampagne mit anschliessendem Suppenzmittag
Sonntag, 23. März 2025, 10.00 Uhr, in der Kirche Muri

Zur Seite «Ökumenische Kampagne» der Kirchgemeinde Muri-Gümligen