50 Jahre Arbeitsgemeinschaft der Kirchen im Kanton Bern (AKB)

Zahlreiche Aufbrüche und Veränderungen wurzeln in den 60er Jahren. Das 2. Vatikanische Konzil der römisch-katholischen Kirche (1962-65) liess Hoffnungen keimen, die strikten konfessionellen Trennungen könnten aufgeweicht, ja sogar überwunden werden («aggiornamento» = «Verheutigung»). So sind zahlreiche ökumenisch ausgerichtete Gruppen und Gremien entstanden.
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Theologische «Profis» und «Amateure» haben sich an den Tisch gesetzt, um mit Liebe und Feuer gemeinsame Wege zu finden und zu gehen. Nach vielen beschwerlichen Wegstrecken sind für viele konfessionelle Eigenheiten heute irrelevant geworden, während andere mit Vehemenz darauf pochen und den Aufbruch vergessen machen wollen. Die AKB («Arbeitsgemeinschaft der Kirchen im Kanton Bern») hat viele Stürme überstanden. Die vier jährlichen Sitzungen bleiben ein Ort des Austauschs, an dem Vertrauen wächst und immer wieder Brücken gebaut werden.

Am 8. September, 16 Uhr, feiert die AKB dieses goldene Jubiläum mit einer schlichten Feier in der Französischen Kirche in Bern:
• Wort und Musik aus den Traditionen der AKB-Mitglieder und Gäste
• Welche Kirche braucht es heute? Impuls von Dölf Barben («Der Bund»)
• Wort auf den Weg von Martin Koelbing, Beauftragter für kirchliche Angelegenheiten

Im Rahmen dieser Feier wird die AKB an den Zweckartikel der Statuten von 2014 erinnern und gleichzeitig eine Aktualisierung für die kommende Zeit vornehmen:

«2019 halten wir fest:
• Das Kirchenverständnis der Mitglieder und Gäste in der AKB ist vielfältig.
• Wir beten, hoffen und arbeiten daran, dass die in Christus gestiftete Einheit Wirklichkeit wird. Wir wissen, dass wir diese erbetene Einheit nicht schaffen können. Gemeinsam aber hoffen wir, dass der Herr der Kirche diese Einheit herbeiführen möge «bald in unsern Tagen».
• Die AKB verpflichtet sich, die sich immer wieder verändernde Vielfalt der lokalen Kirchen wahrzunehmen. In Begegnung und Gespräch ermöglicht sie den Austausch und das gemeinsame Wirken zum Wohl der Menschen.»
Die Arbeitsgemeinschaft der Kirchen im Kanton Bern ist die kantonale Vertretung der AGCK.CH, («Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen der Schweiz») und versteht sich als ökumenisches Bindeglied zwischen Gemeinden einerseits und den nationalen wie internationalen Gremien der Ökumene andererseits.


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Die AKB wird getragen von den Mitgliedern:
Christkatholische Kirche im Kanton Bern
Evangelisch-Lutherische Kirche Bern
Evangelisch-methodistische Kirche
Heilsarmee
Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn
Römisch-katholische Kirche im Kanton Bern
Serbisch-Orthodoxe Kirche

Dazu sind Kirchen und Gemeinschaften im AKB-Gaststatus bei den Gesprächen dabei:
BewegungPlus
Evangelisches Gemeinschaftswerk
Mennoniten
Neuapostolische Kirche

Ständige Gäste sind zusätzlich Vertretungen der griechisch-orthodoxen, der rumänisch-orthodoxen, der russisch-orthodoxen Kirche. Dazu werden bei Bedarf Vertretungen der armenisch-apostolischen, der syrisch-orthodoxen, der äthiopisch-orthodoxen und der eritreisch-orthodoxen Gemeinden eingeladen.

Die AKB Mitglieder wählen Delegierte und stellen sich mit einem Finanzierungsbeitrag entsprechend ihrer Grösse hinter die Arbeit. Die AKB ist auf Wunsch der Kirchen als «einfache Gesellschaft» konstituiert. Die Delegierten berichten an die entsprechenden Kirchengremien und bringen Fragen zur Diskussion in die Runde der AKB.

Die drei Landeskirchen sind seit Mitte der 90er Jahre über die Interkonfessionelle Konferenz (IKK) untereinander und mit den Jüdischen Gemeinden Bern und Biel verbunden.

Seit 2010
Standen in den Anfangsjahren der AKB Kontakte zwischen Landes- und Freikirchen im Zentrum, so hat sich der Schwerpunkt inzwischen zu den orthodoxen Kirchen hin verschoben. Mit der serbisch-orthodoxen Kirche in Belp und Übernahme der Kirche in der Tiefenau durch die rumänisch-orthodoxe Gemeinde ist die orthodoxe Tradition öffentlich sichtbar geworden. Weitere orthodoxe Gottesdienste werden in zahlreichen Kirchen gefeiert.

Osterfeiern und Podiumsdiskussionen
Jedes Jahr diskutiert die AKB ökumenisch umstrittene Themen bei öffentlichen Podien (2016: «Der Turmbau» - ökumenisch diskutiert, 2018: «Ehe für alle», 2019: «Solidarität bis zum Ende»).
In jenen Jahren, in denen westliche und östliche Kirchen am gleichen Tag Ostern feiern, lädt die AKB zu ökumenischen Osterfeiern (2011/2014/2017 – mehr dazu unter www.rkmg.ch/ostern) ein. Sehr viele Kirchen und Gemeinden erinnern gemeinsam an die Auferweckung Jesu. Die christkatholischen Kirche Peter und Paul öffnet dazu ihre Türen.

Integration von Migrationsgemeinden
Eine wichtige Aufgabe sind die Kontakte zu neu entstehenden Gemeinden. Beratung und Begleitung sind leider nicht in dem Mass möglich wie 1969 bei der Integration der serbisch-orthodoxen Christinnen und Christen, die auf ein Unterstützungskomitee aus den Landeskirchen zählen konnten. Im Rückblick war das sehr hilfreich.

Muri, 29. August 2019 ck/jb

Kontakt: Christoph Knoch, , 031 950 44 46, Präsident;
Kurt Schweiss und Peter von Känel, Vizepräsidium; Jürg Bräker, Sekretär; Martina Sigrist, Finanzen


Lokale und regionale Arbeitsgemeinschaften
AKiB (Arbeitsgemeinschaft der Kirchen in der Region Bern)
AKiT (Thun)
AKRO (Region Oberaargau)
AKiBu (Burgdorf)
WEGESO (Weggemeinschaft Solothurn)

Mitgliedskirchen CTECJ (La Communauté de travail des Eglises chrétiennes dans le Jura)
Armée du Salut
Assemblée mennonite
Comité orthodoxe de la chapelle de l'Unité
Eglise catholique-chrétienne
Eglise catholique-romaine
Eglises réformées Berne-Jura-Soleure