Warschau und Muri-Gümligen:
Reformierte gemeinsam unterwegs

Gemeinsamer Gottesdienst am Bettag (19. September 2021) in der Kirche Gümligen
Predigt: Michał Jabłoński. Übersetzung: Monika Polkowska. Lesungen: Daniel Koenig. Liturgie: Christoph Knoch, Grusswort: Sebastian Roszak, Präsident des Kirchgemeinde-rats. Orgel: Christian Vargas.


Reformiert Warschau – Reformiert Muri-Gümligen:
Sich wandelnde Zeiten – bleibende Verbundenheit

In den 80er-Jahren begannen zaghafte Kontakte zwischen der kleinen reformierten Gemeinde in Warschau und der Kirchgemeinde Muri-Gümligen. Maria Prendergast, damals «Kirchgemeindeschreiberin», konnte die Beziehungen in schwierigen Zeit knüpfen.

Rückblick 2020

Geplant war der Besuch einer Delegation der reformierten Gemeinde in Muri-Gümligen. Corona hat die (physische) Reise verunmöglicht. Daraus wurde virtuelles Projekt einem Gruss von Gümligen nach Warschau (aufgezeichnet am 4.7.20).
Gümligen - Warschau (Foto: Christoph Knoch)

Die Warschauer Gemeinde hat zum Abendmahlsgottesdienst am 5.7.20 per Live-Stream eingeladen. Eine kleine Gruppe ist der Einladung in die Gümliger Kirche gefolgt.

Rückblick 2018

Am 29. September 2018 wurde Maria Prendergast und die Kirchgemeinde Muri-Gümligen für den Einsatz zugunsten der Diakonie in Warschau in einer ökumenischen Feier geehrt.
D810_182481b (Foto: Christoph Knoch)
Maria Prendergast wird von Biruta Pachnik, der Präsidentin der Diakonia der reformierten Kirche in Polen geehrt.


Preisverleihung
Diakonia Parafii Ewangelicko-Reformowanej w Warszawie, Al. Solidarności 76a, 00-145 Warszawa
Rückblick und Geschichte
Bilder aus Warschau

Der link zum Gemeindeblatt (polnisch)

Rückblick 2004

Christoph Knoch schrieb im Editorial (saemann, Oktober 2004):
Mit einer kleinen Delegation unserer Kommission für Ökumene, Mission und Entwicklungszusammenarbeit war ich über den Bettag in Warschau und habe dort im Gottesdienst der kleinen reformierten Gemeinde gepredigt. In zahlreichen Gesprächen beim Kirchenkaffee ging es um Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg, an die Zeit der sozialistischen Republik und um die Hilfe, die aus Muri-Gümligen und von Gemeinden in Deutschland das Leben vieler Menschen ein wenig erleichtert hat. Niemand hat gejammert, niemand hat in den Heldentaten vergangener Zeiten geschwelgt, es ging schlicht um das Nicht-Vergessen jener Zeit und jener Taten.
Erinnern - nicht Vergessen
Ob Feiertag oder Denkmal, ob Fotoalbum oder Museum, ob Knopf im Nastuch oder Aufgabenliste, es geht immer darum, das nicht zu vergessen, was wichtig ist. Jeder Sonntag will die Erinnerung an die Auferweckung Christi ins Gedächtnis rufen gleich wie der Schabbat an das Ruhen Gottes am siebten Schöpfungstag erinnert. In Warschau konnten wir keine hundert Meter gehen, ohne an einem grösseren oder kleineren Denkmal vorbeizukommen. Wenn dann unsere Begleiter davon erzählten, was sie selber oder ihre Väter und Mütter miterlebt hatten, wurde Geschichte lebendig und hat Emotionen ausgelöst.
saemann, Oktober 2004

Robert Bodmer im Gespräch (Foto: Christoph Knoch)
Robert Bodmer im Gespräch mit der Verantwortlichen für die «Diakonia»

Gottesdienst 2004 in der reformierten Kirche Warschau (damals vom polnischen Radio direkt übertragen)

Rückblick Polensammlungen

saemann 2008
Polen-Sammlungen: weiter dringend nötig!
Seit vielen Jahren sammelt die Kirchgemeinde Muri-Gümligen Geld für Projekte in Polen. Der Frauenverein führt auch dieses Jahr wieder die Kleidersammlung für die «Caritas Sandomierz» durch und die Kirchgemeinde finanziert den Transport. Auf dieser Seite wird beides vorgestellt. Obwohl - und gerade auch weil - Polen seit einigen Jahren zur Europäischen Union gehört, sind die Kleider- und die Geldsammlung weiterhin dringend nötig. Die Kleidersammlung des Frauenvereins hilft in einem von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Gebiet. Das Geld der Polensammlung fliesst über die «Diakonia» der reformierten Gemeinde in Warschau Menschen zu, deren kleine Renten mit den steigenden Lebenshaltungskosten nicht mitkommen. Es geht insbesondere darum, eine wachsende Zahl von Menschen beim Kauf von dringend nötigen Medikamenten zu unterstützen. Heute sind praktisch alle Medikamente in Warschau erhältlich - aber nicht alle können sie sich leisten. Darum unterstützt die Kirchgemeinde Muri-Gümligen mit der Polensammlung 2008 den Medikamentenfonds «Diakonia» der evangelisch-reformierten Kirche in Warschau. Wir danken Ihnen herzlich, wenn Sie unserem Spendenaufruf im Rahmen Ihrer Möglichkeiten folgen können. Unsere Spen­den bleiben wichtig.

Medikamentenfonds «Diakonia» der evangelisch-reformierten Kirche in Warschau
Robert Bodmer im Bericht 2008
Das Gesundheitswesen funktioniert immer noch nicht wie erhofft. So sehen sich viele Patienten vor die Alternative gestellt, die Kosten für teure Medikamente und aufwändige Behandlungen (ambulant oder im Spital) selber zu tragen oder die medizinische Versorgung abzubrechen. Die freiwilligen HelferInnen der Diakonia nehmen sich der bedürftigen Kranken und Behinderten, ungeachtet ihrer Konfession, in kompetenter Weise an, damit sie nicht auf lebensnotwendige medizinische Betreuung verzichten müssen. Sie versorgen sie mit den ärztlich verordneten Medikamenten, aber auch mit Kleidern und Lebensmitteln.
Im vergangenen Jahr musste die «Diakonia» viele Gesuche abschlägig entscheiden. Die knappen Mittel haben dazu geführt, dass nie mehr als 50% der Medikamentenkosten übernommen werden können. Dieses Projekt erhält zur Zeit nur Unterstützungen von den Gemeindegliedern in Warschau und der Kirchgemeinde Muri-Gümligen. Im Jahr 2007 wurden Fr. 19'238.- von Muri überwiesen, wobei Fr. 3'238.- aus der letztjährigen Polensammlung und Fr. 16'000.- aus dem Vergabungsbudget der Kirchgemeinde stammten. Dem Rechenschaftsbericht der «Diakonia» ist zu entnehmen, dass 45'147.26 PLN (ca. Fr. 19'900.-) für die Vergünstigung von Medikamenten und Besuche bei Kranken ausgegeben wurden.
Warschau
18.09.2021
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Fotograf/-in
Christoph Knoch und Weitere