Konzert Cantate Chor

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So. 13.11.2022, 17.00 bis 18.30 Uhr
Kirche Gümligen, Dorfstrasse 76, 3073 Gümligen
Was lange währt...
Schon für November 2020 hatte der Cantate Chor Muri-Gümligen seine Konzerte mit Cherubinis Requiem als Hauptwerk geplant. Doch dann kam das Aus. Die Konzerte durften wegen Corona nicht durchgeführt werden. Nach einer zweijährigen Durststrecke sind die Sängerinnen und Sänger des Cantate Chors nun wieder voller Elan und Zuversicht Mitten in der Vorbereitung auf die Konzerte vom kommenden November. Verstärkt wird der Chor durch das Berner Vokalensemble «Suppléments musicaux» unter der Leitung von Moritz Achermann. Mit dabei sind auch wieder die Musikerinnen und Musiker der Camerata mobile mit Michael Keller als Konzertmeister.

Eine spezielle Herausforderung für den Chor ergibt sich dadurch, dass das Requiem von Cherubini - anders als die meisten vergleichbaren Werke - ohne Solostimmen auskommt. Umso mehr liegt das musikalische Gewicht beim Chor selbst.

Tickets
Vorverkauf ab 1. Oktober 2022, Abendkasse 45 Minuten vor Konzertbeginn
Erwachsene 45.-/ Lernende und Studierende 25.-/ Kinder bis 16 Jahre frei
Ticketverkauf via eventfrog:
12. November 2022, 19.30 Uhr
13. November 2022, 17.00 Uhr
oder
Bestellung via ruth.schafroth@gmx.ch, 031 839 28 93

Luigi Cherubini (1760 – 1842)
Requiem, «In Paradisum» und «Marche Funèbre»
Einst hoch angesehen, heute eine Randfigur: Der Wahlpariser Luigi Cherubini schrieb 1816 als neugewählter «surintendant de la musique du roi» sein Requiem in c-Moll zum Gedenken an den 24. Jahrestag der Hinrichtung von Louis XVI. Ein weitherum geschätztes Werk, das u.a. auch Beethoven, Schumann und Brahms bewunderten. Die Motette «In Paradisum» und die «Marche Funèbre» fügte Cherubini 1820 hinzu.
Cherubinis höchst farbige und nuancierte Musik reicht vom Ausdruck stiller, inniger Anteilnahme bis hin zur dramatischen Darstellung des Tags des Zorns, des «Dies irae», mit all seinen Schrecken. Am Ende steht aber der ewige Frieden im strahlenden Paradies, wohin wir von den Engeln sanft geleitet werden.

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
«Elegischer Gesang» und «Coriolan»-Ouvertüre
Auch wir feiern zwei Jahre verspätet noch 250 Jahre Beethoven. Sein Platz im Programm ist aber auch seiner Wertschätzung für Cherubini geschuldet, dessen Requiem er zu seiner Beerdigung ausdrücklich gesungen haben wollte. Anders als das höchst repräsentative Requiem ist der «Elegische Gesang» ein ganz privater und inniger Abschiedsgruss an die Frau eines Freundes. Die vorangestellte Ouvertüre zeichnet den Zwiespalt zwischen innerer und äusserer Unruhe sowie dem Wunsch nach Frieden.
Kontakt: Ewald Lucas