Café mit ... Ursula Stalder-Witschi

Stalder Ursula (5) (Foto: Sebastian Stalder)
Di. 16.11.2021, 14.30 bis 17.00 Uhr
Pfarrhaus Muri, Thunstrasse 96, 3074 Muri
Adventliche Geschichten auf Berndeutsch

Ursula Stalder-WItschi schreibt:

Seit meiner Geburt wohne und lebe ich im schönen Bümpliz und fühle mich hier rundum zuhause. Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder, eine Tochter und einen Sohn. Von 1980 bis 2021 arbeitete ich im Kinder- und Jugendheim Maiezyt in Wabern und teilte mir dort die Stelle mit meinem Mann. Seit gut 4 Monaten bin ich nun pensioniert und habe jetzt Zeit und Musse, mich neuen erzählerischen Ideen zu widmen.
Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich seit jeher. Ich beobachte die Leute im Zug, auf der Strasse oder beim wöchentlichen Grosseinkauf und frage mich, was in ihren Köpfen vorgeht. Anhand ihrer Mimik, Gesten und Körperhaltung überlege ich, was sie beschäftigt und bewegt. Aus den Gedanken, die mir zufliegen, entstehen Alltagsbegebenheiten von ganz individuellen Menschen, die ihren Lebensalltag bestreiten. Ich bin mir nie ganz sicher, ob ich die Geschichten erfinde oder ob sie mich finden. Eines ist aber gewiss, das Schreiben ist für mich ein wichtiges Ritual, um vieles besser einordnen und verarbeiten zu können. So sind auch meine drei Mundartbücher „Der Mischtlechranz“, „So viu Zyt mues sy“ und „Darfs es bitzeli meh sy“ nach und nach entstanden.
In meinen Büchern finden sich Episoden, wie wir sie alle kennen. Sie handeln von Kindern und Jugendlichen, Männern und Frauen jeden Alters, sind mal fröhlich, mal traurig, aber immer hoffnungsvoll. Auch wenn das Leben nicht nach Wunsch verläuft, so gibt es doch immer wieder einen Neuanfang.