Gedanken zum Tag

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Fr. 03.04.2020, 11.00 bis 11.30 Uhr
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Vor genau 100 Jahren hatte die Schweiz gleich gegen mehrere Epidemien zu kämpfen: die furchtbare Spanische Grippe und die Maul- und Klauenseuche. Hinzu kam eine heftige Influenza-Welle. Die Dichterin Lina Wisler-Beck hat dazu treffende Worte gereimt, die 100 Jahre später wider Erwarten genau so gelten...:

Längwiligi Zitte

Niene isch Chilbi u niene isch Tanz
deheime ums Hus um versuret me ganz.
I ha mer scho mängisch der Chopf fasch verheit
was ächt no wär z'mache, dass Zyt umegeit.

Wär gwanet isch z'gumpe und z'tanze, o je
däm düe halt die Süche-Verordnige weh.
E jede muess säge, churzwilig isch's nit
No bsunders für ledigi, lustigi Lüt.

Grad äbe der Sunndig wird eim eso läng
s'Furtgoh isch verbote, u nämlech no sträng.
Gsiech eim deno öpper, o weisch de häts gfählt
do müesst me schwär buesse - u-ni ha kes Gäld!

Drum blieb i doheime. I schicke mi dry
u hoffe, dä Jammer gang öppe verby.
I bi ja nid einzig, s'trifft anderi o,
s'isch ume es gwane, - Mi zahmet de scho!

(Lina Wisler-Beck, 22. Juni 1920)


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