Leben und Sterben

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Gedanken zu einer Patientenverfügung
«Wir sollten uns Gedanken darüber machen, wie wir uns das Ende unseres Lebens vorstellen, wenn wir selber nicht mehr entscheiden können und diese in einer Patientenverfügung festhalten»,
sagte Kurt Aeschbacher in der Fernsehsendung «Club». Angesichts der zu erwartenden fehlenden Betten auf Intensivstationen kann das auf ältere Menschen als enormer Druck erfahren werden, verbunden mit der stillschweigenden Erwartung, ältere Menschen sollen auf eine Intensiv-Behandlung verzichten.
Wir sind der Meinung, dass jeder Mensch das Recht hat, um sein Leben zu kämpfen und die Chance zu ergreifen, wenn sie sich bietet. Ob die Chance kommt, entzieht sich uns. Trotzdem ist es sinnvoll, sich zur Patientenverfügung Gedanken zu machen und darüber mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen zu sprechen. Nicht zuletzt, um Ärzte und Angehörige von der Entscheidung über Leben und Tod zu entlasten.

Zwischen «gar nichts mehr unternehmen» bis «alles unternehmen» könnte ein Mittelweg helfen: Falls sich die Chance für eine intensive Therapie bietet, soll diese in Anspruch genommen werden. Wenn sich die Prognose - trotz Therapie – verschlechtert, soll die Behandlung abgebrochen, die künstliche Beatmung sistiert und eine gute palliative Therapie einsetzen. Das Ziel ist Sterben in Würde ohne Angstzustände, ohne Atemnot und ohne Schmerzen.

Mit den folgenden Worten, handgeschrieben, datiert und unterschrieben, könnte dies festgehalten werden:

«Wenn ich erkranke und sich eine gute Chance für eine intensive Therapie bietet, möchte ich diese in Anspruch nehmen. Wenn sich aber die Prognose – trotz der angewandten Therapie verschlechtert, soll die Behandlung abgebrochen, die künstliche Beatmung sistiert und zu einer palliativen Behandlung übergegangen werden.»

Pfarrteam Kirchgemeinde Muri-Gümligen und
Dr. med. Katrin Hubschmid, Kirchgemeinderätin
Muri-Gümligen, 27. März 2020

Palliativ-Care

Palliative Care:
• lindert Schmerzen und belastende Symptome
• bejaht das Leben und akzeptiert den Tod als einen normalen Prozess
• hat weder zum Ziel, den Tod zu beschleunigen noch zu verzögern
• integriert psychologische, soziale, seelische sowie geistige Dimensionen in Behandlung und Pflege
• bietet unterstützende Massnahmen an, damit Patienten bis zuletzt so aktiv wie möglich leben können
• unterstützt Familien während dem Verlauf der Krankheit des Patienten sowie auch im späteren Trauerprozess
• arbeitet mit einem multiprofessionellen Team, um den Bedürfnissen der Patienten - einschliesslich Beratung, falls indiziert - gerecht zu werden
• kann in einem frühen Stadium der Krankheit, zusammen mit anderen Therapien, die lebensverlängernd wirken - wie Chemo- und Radiotherapien -, eingesetzt werden
• wendet Interventionen an, anhand welcher belastende und qualvolle klinische Komplikationen besser verstanden und gelindert werden können

Patientenverfügungen

Die FMH und die SAMW stellen eine Patientenverfügung in zwei Varianten sowie eine Hinweiskarte fürs Portemonnaie zur Verfügung.
Webseite FMH |

Literatur