Friedrich Dürrenmatt (1921-1990)

«Gott liess uns fallen, und so stürzen wir denn auf ihn zu.»

Predigtreihe mit Worten und Bildern von Friedrich Dürrenmatt – virtuell und später in beiden Kirchen.

2021 ist ein Dürrenmatt-Jahr: Der Schriftsteller und Künstler hätte am 5. Januar seinen 100. Geburtstag gefeiert. Das alleine wäre noch nicht unbedingt ein Grund für eine Predigtreihe. Doch der Pfarrerssohn Friedrich Dürrenmatt hat sich Zeit seines Lebens an Gott, am christlichen Glauben und an der Theologie abgearbeitet – auf seine ganz eigene Art: provokativ und herausfordernd, «unbequem, aber nötig».

«Nun bin ich selber Christ, genauer Protestant, noch genauer, ein sehr merkwürdiger Protestant.» Seiner christlichen Prägung war sich Dürrenmatt sehr bewusst, und er konnte nicht anders, als sich damit auseinanderzusetzen. Für ihn als «merkwürdigen Protestanten» war der Glaube stets etwas Subjektives, etwas nicht objektiv Definierbares. Er rang mit seinem Glauben, «den er bewundert, weil er ihn verloren hat», wie Dürrenmatt eine seiner fiktiven Figuren über sich selber einmal sagen lässt. Denn die Kluft zwischen dem richtenden und dem gnädigen Gott war für Dürrenmatt schwer zu überwinden. So hat er das Zitat oben aus dem Titel als Schlusssatz seiner berühmten Erzählung «Der Tunnel» später wieder gestrichen.

Nicht nur in seinen Schriften, sondern auch in seinem Bildwerk blieb Dürrenmatt jedoch fasziniert von biblischen Motiven und von der Frage nach Gott. Von ihm kommt Dürrenmatt bis zuletzt nicht los, auch wenn er zwei Jahre vor seinem Tod die «Pflicht zum Atheismus» ausruft – allerdings zu einem «protestantischen Atheismus», wie es der Theologe und Dürrenmatt-Kenner Pierre Bühler bezeichnet.

Manuel Perucchi


Max_Frisch_und_Friedrich_Dürrenmatt_-_Com_L12-0059-8021 (Foto: Creative Commons)

Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt (Quelle: wikimedia)

Gottesdienste mit Bildern und Texten von Friedrich Dürrenmatt

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