Ökumenischer Gottesdienst in Bern im Gedenken an die Verfolgten in Syrien und Irak

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Gottesdienst in der christkatholischen Kirche (Foto: Christoph Knoch)
Zu einem ökumenischen Fürbittegottesdienst in Solidarität mit bedrohten Minderheiten und der leidenden Bevölkerung in Syrien und Irak haben die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK) und die Schweizerische Evangelische Allianz am 7. September 2014 eingeladen. Die Kirche war übervoll als die Vertreterinnen und Vertreter der christlichen Kirchen in der christkatholischen Kirche St. Peter und Paul in Bern miteinander beteten und schwiegen.

Bilder vom Gottesdienst und „cercle de silence“
(c) Christoph Knoch

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An dem Gebet beteiligten sich für die Schweizer Bischofskonferenz Bischof Charles Morerod, für den Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund Ratspräsident Gottfried Locher, für die Evangelische Allianz Generalsekretär Matthias Spiess und für die Syrisch-orthodoxe Kirche in der Schweiz Erzbischof Isa Gürbüz.
Die Feier wurde massgeblich von Pfarrerin Rita Famos, Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft der Christlichen Kirchen in der Schweiz (agck.ch), in Zusammenarbeit mit Priesterin Annemarie Kaufmann, christkatholische Kirchgemeinde Peter + Paul in Bern, und Pfarrer Martin Hirzel, Ökumenebeauftragter des SEK, organisiert.

Vertreten waren neben den Landes- und Freikirchen zahlreiche weitere christliche Kirchen und Gemeinschaften (äthiopische, armenische, koptische, maronitische, serbisch-orthodoxe und syrisch-orthodoxe Vertreterinnen und Vertreter, dazu Mitglieder der Neuapostolischen Kirche. Dazu Jesiden, Aleviten und eine Vertretung von Muslimen aus der Waadt.

Der Bund schrieb am 6.9.14: «Lieber spät als nie»

Dringender Aufruf des Hohen Rates der Evangelischen Kirchen in Syrien und Libanon


Der SEK schreibt in seiner Einladung:
«Die Christinnen und Christen der Schweiz beten für die leidende Bevölkerung in Syrien und Irak, für die Vertriebenen, Verschleppten und Hungernden und gedenken der Getöteten. „Im Zentrum unseres Gebets steht unsere Sorge um die Bevölkerung dieser kriegsversehrten Länder“, sagt Rita Famos, Präsidentin der AGCK. „Die Leiden der syrischen und irakischen Bevölkerung, namentlich der Christen und anderen religiösen Minderheiten, führen uns erstmals zu einem ökumenischen Gebet für ein Ende der Gewalt, für Frieden und Gerechtigkeit für alle zusammen.“

„Die grausame Gewalt, die Tötung und die Vertreibung nicht nur von Christen, sondern auch von Jesiden und Muslimen muss von der Weltgemeinschaft gestoppt werden. Die Rückkehr der Vertriebenen in ihre Dörfer soll ermöglicht werden. Die Staatenwelt darf nicht akzeptieren, dass Christen, Jesiden und andere Minderheiten nun ins Exil vertrieben werden“ mahnt Rita Famos. „Die Religionsfreiheit wird mit Füssen getreten, dagegen wollen wir unsere Stimme erheben.”

Am Ende des Gottesdienstes treffen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem „cercle de silence“ auf dem Rathausplatz. Der Anlass, zu dem auch Vertreter der muslimischen Gemeinschaften eingeladen werden, ist öffentlich.

Zum gemeinsamen Gebet laden ein:

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK, ein Zusammenschluss der evangelischen, katholischen, orthodoxen Kirchen und Gemeinschaften
Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA.
Der Anlass findet statt am Sonntag, 7. September 2014, in der Kirche St. Peter und Paul, Rathausgasse 2, Bern, von 16 Uhr 15 bis 17 Uhr 15.

Die „cercles de silence“ wurden 2007 als stiller Protest oder stille Solidarität von Franziskanern in Toulouse (Frankreich) lanciert.»