Wilde Blumen bleiben – Verabschiedung von Christina Wilhelm

Mohnblumen bei der Kirche G&uuml;mligen <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Christoph&nbsp;Knoch)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>9</div><div class='bid' style='display:none;'>1608</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Mohnblumen bei der Kirche Gümligen (Foto: Christoph Knoch)
Am vergangenen Sonntag hat Christina Wilhelm ein letztes Mal die Blumen für den Gottesdienst in der Gümliger Kirche vorbereitet und den Kirchenkaffee nach der Predigt vorbereitet. Ab 1. August wird sie eine neue Aufgabe in Bern übernehmen.
Am vergangenen Sonntag hat Christina Wilhelm ein letztes Mal die Blumen für den Gottesdienst in der Gümliger Kirche vorbereitet und die zahlreichen Gottesdienstbesucherinnen und –besucher zum Kirchenkaffee nach der Predigt von Pfarrerin Ella de Groot im Kirchgemeindehaus empfangen. Ab 1. August wird sie eine neue Aufgabe in Bern übernehmen. Bleiben werden die Blumen rings um Kirche und Kirchgemeindehaus, die sie in den letzten fünf Jahren sorgfältig gepflegt und – für viele auf den ersten Blick – wild hat wuchern lassen.

Mit Christina sei ein neuer Wind in und um die Kirche Gümligen zu spüren gewesen, so betonte Theres Funk, Präsidentin der Betriebskommission und Kirchgemeinderätin, in ihren Dankesworten an Sigristin. Sie habe es verstanden, mit Beharrlichkeit dafür zu kämpfen, dass die Vielfalt wilder Pflanzen ihren Platz bei der Kirche finden konnten.

Ella de Groot ist in ihrer Predigt – trotz der schrecklichen Ereignisse der letzten Tage in der Ukraine und anderen Teilen der Welt – auf die Schönheit des Lebens eingegangen. Beim Schritt aus dem Kirchenraum hinaus in den lebendigen Alltag sei das Göttliche zu erfahren, so die Pfarrerin. Sie hat der Sigristin das Gedicht von Dorothee Sölle «Street flower» gleichsam mit auf den Weg gegeben:

Am strassenrand blüht eine malve
eine knospe ist beinah offen
altrosa wird sie sein
vielleicht schon morgen
Hätt ich geduld
ich würde warten
hätt ich aufmerksamkeit
ich rührte mich nicht vom fleck
hätt ich frömmigkeit
hier würde ich niederknien
Vielleicht schon morgen
könnt ich sehen nicht nur glauben
wie es einem mitgeschöpf gelingt
am strassenrand zum blühen zu kommen


Mehr (und auch die Bilder vom Wirken ihrer Hände) In den reformiert.-Gemeindeseiten vom Juli .

Zu ihrem Abschied wurde nicht nur Kaffee. Tee und Schoggi aufgetischt, sondern mit einem Apéro im Gemeindesaal allen die Gelegenheit gegeben, sich von Christina Wilhelm zu verabschieden.

rkmg/ck