«Als Flight-Attendant unterwegs, als Begleiterin am Boden, im Leben und darüber hinaus»

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Verabschiedungen am 27. April 2014 (Foto: Christoph Knoch)
Die Klänge der «Kleinen Orgelmesse» von Joseph Haydn weisen über das Leben hier hinaus. Im Thema des Gottesdienstes am 27. April in der Kirche Gümligen «Per Du mit Gott» begleiteten Worte zwischen hier und dort. Susanna Bleuer verabschiedete sich als Pfarrerin und Predigerin. Gemeinsam mit ihr wurden Margrit Vogel (Sigristin), Hélène Simmen (Katechetin) und langjährige Freiwillige verabschiedet.
Gottesdienst in Gümligen am Sonntag, 27. April 2014, 10 Uhr
Predigt von Susanna Bleuer

Liebe Margrit,
Die Kirchgemeinde verliert mit deiner Pensionierung eine engagierte, steht's hilfsbereite Sigristin, die viel mehr geleistet hat, als im Stellenbeschrieb einer Sigristin gefordert wird. Christoph Knoch hat dich im Reformiert sehr treffend verdankt: «Unterwegs zwischen Muri und Gümligen ...»
Du hast uns alle verwöhnt mit deinen Kochkünsten. War es für die hungrigen Kinder in all den Lagern die du begleitet hast oder für eines der Kommissionsjahresabschluss­ essen, während vieler Jahre für die Besucher der Stubete, oder ein Weihnachtsessen für die Gemeinde im Kirchgemeindehaus. Wo Not an der Frau war, Margrit war zur Stelle und hat die Arbeit übernommen. Für dein pflichtbewusstes Wirken in all den Jahren, dein Mitdenken und Mitplanen danke ich dir im Namen der Betriebskommission, des Kirchgemeinderates und der gesamten Kirchgemeinde Muri/Gümligen sehr herzlich. Wir alle wünschen dir, einen etwas geruhsameren, glücklichen, neuen Lebensabschnitt, in guter Gesundheit. Wir freuen uns auf viele Begegnungen mit dir, innerhalb und ausserhalb der Kirchgemeinde.

Liebe Helene,
Eine lange, sehr schöne und erfolgreiche Zeit in der Kirchgemeinde Muri/Gümligen geht mit deiner Pensionierung zu Ende. Angefangen hast du mit der Sonntagsschule 1975, da hast du den Kindern biblische Geschichten erzählt. Während acht Jahren hast du dich hier im Kirchgemeinderat engagiert. Im Januar 1989 übernahmst du für elf Jahre die Koordination des Kirchlichen Unterrichtes in unserer Kirchgemeinde. Neben deinem Unterricht als Katechetin hast du einige Jahre später die Ausbildung zur Heilpädagogischen Katechetin abgeschlossen und seitdem mit sehr viel Engagement, Liebe, mit grosser Geduld und Hingabe diesen Unterricht im Aarhus und der Nathalie-Stiftung erfüllt.
Ich persönlich bin dir sehr dankbar für die Einblicke und Begegnungen, die ich durch deinen Unterricht erhalten habe. Es sind unvergessliche, berührende Eindrücke. Ich werde mich immer mit Ehrfurcht an die Konfirmationsfeiern im Münster erinnern. Deine professionelle, liebevolle, ruhige Art im Unterricht, im Team und in der KUW Kommission werden wir vermissen.
Im Namen der KUW Kommission, des Kirchgemeinderates und der gesamten Kirchgemeinde Muri/Gümligen danke ich dir sehr herzlich für die Treue und dein unermüdliches Engagement.
Wir alle wünschen dir im neuen Lebensabschnitt alles Gute und Zufriedenheit. Ich weiss, dass du viele Interessen hast und auch neuen Herausforderungen anpacken wirst, eine dieser Herausforderungen sind vielleicht deine Grosskinder die sicher bald deine Geschichten hören möchten. Zu alle dem wünsche ich dir, dass die gute Gesundheit dich treu begleiten wird und wir uns von Zeit zu Zeit hier oder dort begegnen werden.

Herzlichen Dank!
Theres Funk, Präsidentin der Betriebskommission und Präsidentin der KUW-Kommission

Liebe Susanna
Am 1. September 2002 hast du deine Stelle hier in unserer Gemeinde angetreten. Ich erinnere mich an die Installationsfeier im August, du bist in der Kirche Gümligen mit einer Sonnenblume in der Hand im Chor gestanden und hast Worte an uns gerichtet, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Und jetzt, 12 Jahr später sind wir hier um Abschied zu nehmen. Du hast mit deiner Arbeit, deinem Engagement, deiner Herzlichkeit deiner Seriosität und mit deiner Liebe zum Mitmenschen uns alle beeindruckt, du hast nicht einen Beruf ausgeübt sondern du bist Pfarrerin aus tiefster Überzeugung gewesen, es ist und war für dich eine Berufung. Du warst immer da, nie laut aber präsent mit Wort und Tat.

Du warst eine gute Wahl und wir danken dir für diese Zeit, für di e vielen Gottesdienste, für die Frauengottesdienste und die Frauenreisen, für die unzähligen Gespräche und Begegnungen, für die Seelsorge und für die Heimseelsorge im APH. Du hast Vertrauen geschaffen und warst loyal gegenüber der Gemeinde und dem Kirchgemeinderat. Wir wünschen dir Gottes Segen auf deinem weiteren Weg.
Das eine Geschenk ist schon übergeben und klingt noch nach, es ist die kleine Orgelmesse. Du hast sie dir gewünscht, du singst ja im Kirchenchor und du hast mir gesagt, am liebsten hättest du mitgesungen.
Das Geschenk, das ich dir jetzt übergebe, gibt keine Töne von sich, es ist ein Fisch aus versteinertem Holz, Holz das Millionen Jahre alt ist. Schauen wir unser Kirchgemeinde Logo genau an, dann erkennen wir auch einen Fisch. Schon auf den Fresken der römischen Katakomben wird die Taufe, das Eintauchen ins Wasser, mit dem Fisch in Verbindung gebracht. Der Vater des Kirchenlateins Tertullian im Jahre 200, nannte die Christen daher nicht Schäflein, sondern Fischlein.

Dieser Fisch möge dich an deine Zeit in unserer Gemeinde erinnern und dir Mut machen für deinen nächsten Lebensabschnitt, du wirst diesen munter meistern, wie ein Fisch im Wasser. Mit den besten Wünschen lässt dich die Kirchgemeinde mit einem weinenden und einem lachenden Auge weiterziehen.
Heidi Gebauer, Präsidentin des Kirchgemeinderates