Brot für alle Kampagne 2011 (Hinweis auf Suppentag)

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Brot für alle Sammeltäschli (Foto: Christoph Knoch)
Die Welt ist aus den Fugen, so scheint es. Erdbeben, Tsunami und die fatalen Folgen im Bereich der Nukleartechnik in Japan zeigen die Grenzen unseres Umgangs mit den Schätzen der Welt auf. Die Konflikte in Nordafrika füllen die Nachrichten. Vergessen gehen der seit Jahren schwelende und immer wieder aufflammende Krieg im Kongo um die Bodenschätze. Die Hilfswerke stellen die Kampagne 2011 unter das Motto «Des einen Schatz – des andern Leid: Bodenschätze und Menschenrechte».
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Die Passions- und Fastenzeit hat dieses Jahr am 13. März begonnen und dauert bis 24. April, dem Ostersonntag. Jedes Jahr wird in alle Haushaltungen die Agenda verteilt, die liefert Informationen zum diesjährigen Thema und regt zum Handeln an. Der ökumenische Gottesdienst am 27. März in Muri und die Mittagsbesinnungen am Donnerstag im Thoracherhus (31. März/7./14./21. April, jeweils 12 Uhr) bieten die Gelegenheit, sich auf das Thema einzulassen, nachzudenken und Möglichkeiten zur Hilfe zu entwickeln.

Immer wieder ist von Kupferdiebstählen in der Schweiz zu lesen. Kupfer scheint ein begehrtes Material zu sein. Es kommt in jedem Elektrogerät vor, wird in Elektrokabeln und andern Industrieprodukten verwendet. Kupfer ist rar geworden. Es ist ein Bodenschatz im eigentlichen Sinn des Wortes. Im Südkongo wird es in grossen Mengen abgebaut. Auch Schweizer Unternehmen wie der Rohstoffkonzern Glencore sind am Geschäft mit Kupfer beteiligt. Ihm gehört das grösste Kupfer- und Kobaltunternehmen im Südkongo zu fast 75%. Glencore hat im Jahr 2009 einen Umsatz von über 100 Milliarden US-Dollar erreicht, weit mehr als Nestlé oder Novartis. Leider muss Glencore aufgrund seiner Geschäftspraktiken immer wieder kritisiert werden. Hier gibt sich der Bezug zu den Menschenrechten: Die einheimische Bevölkerung hat kaum Anteil am Reichtum ihres Bodens. Sie leidet unter Vertreibungen, Umweltverschmutzungen oder prekären Arbeitsbedingungen in den Minen. Organisationen wie Brot für alle und Fastenofer fordern deshalb einklagbare Rechte zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt in den betroffenen Gebieten.
Am 22. März war UNO-Tag des Wassers. Die Schweiz ist reich an diesem Schatz, in vielen Ländern aber mangelt es. Sorgen um die Ressourcen und der sorgfältige Umgang mit ihnen – hier in Muri, hier in Gümligen und wo auch immer – bleiben wichtig.

Die Projekte der Hilfswerke (Brot für alle, 3001 Bern, PC 40-984-6 und Fastenopfer, 6002 Luzern, 60-19191-7) nehmen das in diesem Jahr besonders auf. Robert Bodmer/Christoph Knoch

Zwei Lieder vom Gottesdienst am 3. April

«Des einen Schatz - des andern Leid» - Brot für alle 2011.
Agenda 2011