«Weil das Recht auf Nahrung ein gutes Klima braucht»

29. März 2009, 9.30 Uhr: Gümligen: Gottesdienst, Vortrag und Gespräch zum Thema Ernährungssicherung
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Der Kommission für Ökumene, Mission und Entwicklungszusammenarbeit liegt das Thema der diesjährigen Kampagne von Brot für alle/Fastenopfer besonders am Herzen, schafft erst eine gesicherte Ernährung für alle Menschen die Grundlage für das friedliche Zusammenleben. Darum lädt sie am kommenden Sonntag zum Gottesdienst mit anschliessendem Gespräch nach Gümligen ein.
Seit Jahren ist BioVision vor allem in Afrika tätig und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, indem mit einfach umsetzbaren Methoden die Ernährung verbessert wird. Die Stiftung BioVision bekämpft Armut und Hunger an der Wurzel und fördert umweltfreundliche Methoden, die zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen in Afrika führen. BioVision leistet Hilfe zur Selbsthilfe und fördert ökologisches Denken und Handeln – im Norden wie im Süden. BioVision wurde 1998 vom Schweizer Welternährungspreisträger Dr. Hans Rudolf Herren gegründet. www.biovision.ch

Cabesi: Nachhaltige Förderung des Kleingewerbes und Schutz der Biodiversität in semi-ariden Gebieten Westkenias
Das Projekt «Cabesi» fördert die lokale Honig- und Wildseideproduktion und deren Vermarktung. Die Bevölkerung wird darin unterstützt, ihre Einkommensquellen professionell auszubauen, sowie ihr Wissen in der Honigproduktion und in der Wildseidebewirtschaftung zu erweitern. Ausserdem werden über die lokalen Partnerorganisationen wichtige Themen in den verschiedenen Gesundheitsbereichen (wie Malaria) sowie Unternehmertum thematisiert und vertieft. Wichtig ist eine nachhaltige Produktionssteigerung von Bienen- und Wildseideprodukten. Weiter wird mit allen Beteiligten ein Businessplan für Cabesi ausgearbeitet. Die Pokots sind Kleinbäuerinnen und -bauern. Sie halten traditionellerweise Schafe, Ziegen und Rinder, betreiben mittlerweile zunehmend Ackerbau. Durch Dürren kommt es zu Nahrungsmittelknappheit und Konflikten zwischen benachbarten Stämmen. Die Degradation der Böden ist durch die traditionelle Nutzung der Viehweideflächen und Brennholzgewinnung weit fortgeschritten. Die Schaffung von Einkommensquellen, die die natürlichen Ressourcen nicht weiter belasten, ist überlebenswichtig. Durch den aktiven Einbezug der Frauen wurde deren Stellung und Ansehen wirksam verbessert. Das Projekt erreicht 3000 Bauernfamilien, die Bienen halten, 350 Mitglieder der Basisorganisationen, 20 Direktangestellte, 4 Schulen und 200 Bauernhöfe durch die Malaria-Präventionskampagne, 200 Familien (ca. 2000 Personen) durch die Produktion, Verkauf und Eigengebrauch von Jatropha Öl. Das wichtige Entwicklungsziel des Projekts ist eine nachhaltige Verbesserung des Lebensstandards der Gemeinden von West Pokot durch eine praxisbezogene Wissensverbreitung und gezielte Einkommensförderung durch schonende Nutzung der natürlichen Ressourcen.
Die Projektverantwortliche Verena Albertin hat am Sonntag, 29. März, im Anschluss an den Gottesdienst in der Kirche Gümligen das Projekt vorgestellt. Seit Jahren unterstützt die Kirchgemeinde Muri-Gümligen die Arbeit von Biovision mit regelmässigen Spenden. ck