Predigt «Verlorener Sohn», 10.7.11 in Muri (Christoph Knoch)

2011 Verlorener Sohn <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Christoph&nbsp;Knoch)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>9</div><div class='bid' style='display:none;'>72</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
2011 Verlorener Sohn (Foto: Christoph Knoch)
Es geht um Freiheit! Um Aufbruch, um Neugier und Wissbegierde.
Wie ist die Welt? Wie ist das Leben? Ausserhalb der Konventionen und geordneten Strukturen, ausserhalb des eingespielten Trotts.
Emanzipation – ein wenig Rebellion. Das gehört zum Erwachsenwerden. Grenzen ausloten und überschreiten.
In der Parabel, in der Gleichnisgeschichte ist die Freiheit, sich aus Familienbanden und Erwartungen lösen zu können, zentral. Selbstbestimmt und zuversichtlich. Freiheit sogar im Absturz.
Und hier unterscheidet sich unsere Geschichte von etlichen anderen in der Überlieferung des Lukas. Der jüngere, der vermeintlich verlorene, Sohn entscheidet sich frei zur Rückkehr. Anders als beim Joggeli, der Bire schüttelt, zu dem einer nach dem anderen geschickt wird, kommt der Sohn selber zurück. Es ist unendlich schwer, sich das eigene Scheitern einzugestehen.
In seiner existentiellen Krise entdeckt er: es gibt Hoffnung. Es gibt eine Möglichkeit: zurück zum Ausgangspunkt. Das ist spannend.



Sonntag, 10. Juli, 9.30 Uhr, Gottesdienst «Sei fröhlich und guten Mutes!» (Lukas 15, 11–32). Christoph Knoch; Hans-Eugen Frischknecht, Orgel. Lieder: 571; 183; 59; 663; 843. Kollekte: Wohltätigkeitsfonds der Kirchgemeinde.

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