Adventskalender für den 24. Dezember

Betlehem <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Christoph&nbsp;Knoch)</span>: Dieses Weihnachtsbild ist nur am 6. Januar zum orthodoxen Weihnachtsfest zu sehen.<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>104</div><div class='bid' style='display:none;'>1268</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Betlehem (Foto: Christoph Knoch): Dieses Weihnachtsbild ist nur am 6. Januar zum orthodoxen Weihnachtsfest zu sehen.
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Die Mauer, die Betlehem umgibt, ist an Weihnachten offen. Dreimal im Jahr sind die Kontrollen vergessen. Dort sagen viele: «Wäre doch öfters Weihnachten.»

«Wär´ Christus tausendmal zu Bethlehem geboren, doch nicht in dir: du bliebst noch ewiglich verloren.»
Angelus Silesius

«Das beste Medium der Kirchen werden aber in Zukunft Ostern und Weihnachten sein. Die Kommerzialisierung der christlichen Feste wird dafür sorgen, dass die Kinder noch lange die Geschichte von der Geburt Jesu im Stall erzählt bekommen und Geschenke einfordern. Kommerzialisierte Spiritualität ist kaum im Sinne von Jesus, aber eine Überlebenschance für die Kirchen.
Der christliche Glaube hat unsere Geschichte geprägt und ist Teil der Menschheitskultur. Das wird so bleiben, weil trotz der Globalisierung keine neue Weltreligion mehr entsteht. Für die christlichen Kirchen bedeutet dies, dass sie die Repräsentanten der kulturhistorisch wichtigsten Glaubenslehre bleiben werden. Museen, die dereinst in historisch wertvollen Kirchen eingerichtet werden, zeugen dann von den mehr oder weniger glanzvollen Epochen der christlichen Kirchen.»
Hugo Stamm (Tagesanzeiger, 17.12.13)

Wir alle brauchen Betlehem. Wir alle leben von Weihnachten. Öffnen wir die Türen, so gut es geht. Die Türen unserer Herzen, Häuser und Mauern. Ich wünsche mir, dass es gelingt, dem Geheimnis von Betlehem ein Stück näher zu kommen: Das ist für mich das Geheimnis des wunderbaren Tausches: Gott – gedacht in meinem Kopf, nahe oder weit weg. Gott – sichtbar in einem einfachen Menschen mitten in der Welt. Gott kommt uns nahe. Ganz nah. Dann ist Betlehem überall.

Christoph Knoch