Reise nach Busan

Busan <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Christoph&nbsp;Knoch)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>186</div><div class='bid' style='display:none;'>1155</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Busan (Foto: Christoph Knoch)
Von Bern nach Busan:
Foto: riesige Hotels und Hochhäuser drängen sich hier in der zweitgrössten Stadt von Südkorea an der Küste.


Überrascht bin ich, wie voll der Bahnhof am Samstagnachmittag um 17 Uhr ist. Wir finden kaum Platz im IC zum Flughafen. Früh sind wir am Flughafen - und begegnen dort Pilgern: Kinder, Frauen, Männer auf der Rückkehr von der Hadsch. Ein fröhliches Durcheinander. Dazwischen ein paar Passagiere auf dem Weg nach Tel Aviv und Jerusalem.

Beim Check der Korean Airlines werden wir äusserst freundlich empfangen, mit einem Lächeln
klar und deutlich in die richtige Reihe gewiesen. Der Flug startet mit 28 Minuten Verspätung kurz nach 22 Uhr in den sternenklaren Nachthimmel Zürichs. Im zart-türkis-hellblauen Airbus A330 der Korean Air begrüssen uns Stewardessen im alten Stil - junge adrett gkleidete Frauen, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen und aufmerksam helfen, Gepäck zu verstauen, Getränke zu bringen ... Hausschuhe Zahnbürste Kissen und Decke gehören ebenso dazu wie Bischimbap. Alternativ wird Rind und Poulet serviert.

Eigenartig, wie schnell beim Flug über Berlin, Warschau, Minsk, Irkutsk, Ulan Bator es wieder hell wird.

Neben mir sitzt ein junges Paar auf der Rückkehr von ihrer Hochzeitsreise nach Rom Venedig Genf Montreux Interlaken und Jungfraujoch.... begeistert erzählen sie von ihren Begegnungen mit hilfsbereiten Schweizerinnen und Schweizern, dem wunderbaren Wetter und der Fahrt mit dem Golden Pass von Montreux über Gstaad nach Interlaken, weiter nach Luzern und Zürich. Sie wollen unbedingt wieder kommen. Doch schon am Montagmorgen hat sie der Alltag wieder.

Über Irkutsk zeigt die Flug information noch 3 Stunden bis Seoul an. Draussen ist heller Mittag - in Zürich kurz vor 4 Uhr morgens. 10000m unter uns liegt eine fast unberührte Welt. Tiefverschneit, Täler und Berge - ein paar einsame Spuren.

Über das Meer fliegen wir Incheon, den Flugplatz auf einer Insel unweit von Seoul an. Beim Warten auf den Anschlussflug entdecken wir Gesichter, von denen wir vermuten, dass wir sie in Porto Alegre schon gesehen haben. In Busan lüftet sich das Geheimnis, denn viele (600!) kommen schon am Sonntag zur Konferenz an. Die Ökumene wird spürbar. Das Warten auf den Shuttle-Bus gehört ebenfalls dazu.

Christoph Knoch, zZt in Busan / Südkorean