Abendmahlsgottesdienst für die ganze Gemeinde «denn ich werde ihm noch danken»

Muri Zifferblatt <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Christoph&nbsp;Knoch)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>9</div><div class='bid' style='display:none;'>86</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Muri Zifferblatt (Foto: Christoph Knoch)
Sonntag, 15. September, 10.00 Uhr, Abendmahlsgottesdienst für die ganze Gemeinde «denn ich werde ihm noch danken» (Psalm 42, 6). Karin Künti Duru; Marianne Beyeler, Orgel; Kirchenchor, Leitung: Ewald Lucas. Lieder: 233; 650; 849; 724. Kollekte des Synodalverbandes: Brot für alle.
Gottesdienst und Predigt zum Nachlesen

Bettagsbotschaft des Synodalrats


Aus der Predigt von Karin Künti Duru:
„Harre auf Gott“ – liebe Gemeinde: trotz allem dieser Gebetsruf, das Festhalten an der Schöpfungskraft, die Hoffnung auf die Verbesserung der Lebenssituation. Aus tiefstem Leiden heraus die Zuwendung zu Gott, das Vertrauen darauf, dass es wieder Zeiten der Dankbarkeit geben wird.
Eine solche Lebens- und Glaubenshaltung beeindruckt. Nicht aufzugeben und immer, immer an das Gute zu glauben, „dass er mit hilft, mit seinem Angesicht“ - und sich mir in meiner Not zuwendet. Diese Sehnsucht, dieser Durst nach Leben und diese Hartnäckigkeit.
Es würde mich interessieren, welche realen Erfahrungen diesem 42. Psalm zugrunde liegen. Welche Leidenserfahrungen sich hier verbergen – und welche Erfahrungen mit dem Göttlichen? Wie viel Annahme – wie viel Ablehnung?
So wie der Psalm 42 in der Bibel aufgenommen wurde, steht er wohl im Zusammenhang mit dem Tempelkult – und damit auch unter Verdacht. Zwar wird aufgrund der Bildsprache der Psalmen generell von einer eher ärmeren priesterlichen oder levitischen Verfasserschaft gesprochen. Die Hoffnung auf gerechte Herrschaftsverhältnisse soll die vorherrschende Armut und das eigene Leid erträglicher machen. Und dennoch sind die Psalmen keine Volkslieder, sondern geistlich weiterentwickelt worden, von einer elitäre Gruppe, rund um den Tempel und die Synagogen.
Und dieser Kreis bestimmt, wer Zugang zum Kult hat, Zugang zu Gott. Wer rein ist und wer unrein, wer Gnade findet unter den Augen des Allmächtigen.

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