Monatskollekte September: Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers

Monatskollekte - Beratungsstelle Sans Papier <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Christoph&nbsp;Knoch)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>117</div><div class='bid' style='display:none;'>1070</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Monatskollekte - Beratungsstelle Sans Papier (Foto: Christoph Knoch)
Wussten Sie, dass in der Schweiz über 40‘000 Menschen ohne Aufenthaltsbewilligung in Privathaushalten arbeiten? Sie putzen unsere Häuser, hüten unsere Kinder und pflegen unsere Betagten. Aufgrund der fehlenden Aufenthaltsbewilligung werden ihnen grundlegende Rechte verwehrt und sind sie der Willkür ihrer Arbeitsgeber ausgeliefert.
Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers.


Die Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers, Gewinnerin des diesjährigen Integrationspreises der Stadt Bern, nimmt sich Betroffener an. Viele Menschen, welche die Beratungsstelle aufsuchen, leben seit Jahren in der Stadt oder Region Bern. Sie leben hier zwar ohne Aufenthaltsbewilligung, gehen oftmals aber tagtäglich einer Arbeit nach. Ob sie putzen, Kinderhüten oder auf einer Baustelle, im Restaurant oder in der Landwirtschaft arbeiten: durch die fehlenden Papiere sind sie von den meisten Lebensbereichen ausgeschlossen, haben Angst, bestehende Angebote zu nutzen und trauen sich nicht, von grundlegenden Rechten Gebrauch zu machen. Doch auch ohne Aufenthaltsbewilligung stehen ihnen grundlegende Rechte zu: Menschenrechte sind nicht an einen Aufenthaltsstatus gebunden. Sie gelten für alle.

In der im Namen der Landeskirchen und der Jüdischen Gemeinden des Kantons Berns präsentierten Erklärung "Humanisierung des Alltags, Grundrechte der Sans-Papiers respektieren!"(2004) steht: «...dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen»: Menschen, die sich in Situationen besonderer Verletzlichkeit befinden und sich deshalb gegen Unrecht schlecht zur Wehr setzen können, sind ein Testfall unserer Humanität. Dies hält die Präambel unserer Bundesverfassung fest. Dies haben aber auch die Religionen im Blick, denen aufgetragen ist, sich für Bedrängte – die Bibel zum Beispiel erwähnt ausdrücklich immer wieder die Fremden – einzusetzen und den Staat wenn nötig an seine Verantwortung zu erinnern.

In diesem Sinne rufen wir – Kirchgemeinderat und Pfarrkollegium – im Monat September zu einer Kollekte für die Berner Beratungsstelle für Sans-Papier auf und danken Ihnen für Ihre Gaben.

Grundsatzerklärung
Statements der Mitglieder des Beirats (2006)

Herzlichen Dank!

Karin Künti Duru

Verein Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers, Eigerplatz 5, 3007 Bern
T +41 31 385 18 27
PC 30-586909-1