Ausstellung in der Kirche Gümligen: Orient und Okzident – Ost und West begegnen einander

Ausstellung Muslime <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Christoph&nbsp;Knoch)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>140</div><div class='bid' style='display:none;'>872</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Ausstellung Muslime (Foto: Christoph Knoch)
Am vergangenen Sonntag haben Oud und Orgel, Muslim und Christ den interreligiösen und interkulturellen Dialog in Worten und Tönen in die Kirche Gümligen gebracht. Bis 10. Juli wird nun die Wanderausstellung «... denn die Menschen sind alle Geschwister» täglich von 8 bis 19 Uhr in der Gümliger Kirche zu sehen sein.


Bilder von der Ausstellungseröffnung
Abendklänge am 18. Juni
Podiumsgespräch am 18. Juni

Seit über einem Jahr ist die Wanderausstellung mit zwanzig Porträts von Musliminnen und Muslime aus dem Kanton Bern im Kanton Bern unterwegs. Sie wurde am vergangenen Sonntag eröffnet. Nabil Mokhtar und Christoph Knoch haben in einer Dialogpredigt ausgehend von Psalm 133 « Sieh, wie gut und schön ist es, wenn Brüder (und Schwestern) beieinander wohnen.» und dem Koranvers «Die Gläubigen sind ja Brüder. So stiftet Frieden zwischen euren Brüdern und fürchtet Allah, auf dass euch Barmherzigkeit erwiesen werde.» (Sure 49,10) aufgezeigt, dass es für alle bereichernd ist, sich näher kennen zu lernen. Die beiden kennen sich seit fast zehn Jahren und haben immer wieder intensiv über Glauben und Theologie diskutiert und liessen die Gemeinde Anteil haben an diesen Gesprächen. Respekt, so stellten beide fest, ist entscheidend und die Zeit, miteinander zu essen und Kaffee oder Tee zu trinken. Pia Grossholz, Vizepräsidentin des Synodalrats und verantwortliche für den Bereich OeME/Migration, der gemeinsam mit anderen diese Ausstellung entwickelt hat, betonte zur Eröffnung, dass es wichtig sei, die Vielfalt der hier lebenden Muslime zu entdecken. «Ich freue mich sehr, dass wir in Gümligen mit dieser Ausstellung die Chance bekommen, Begegnungen anzustossen» sagte Hala Sultan, die aus Syrien stammt und seit mehreren Jahren in Muri-Gümligen lebt. Mit Mofida Mohamed war eine der porträtierten Frauen anwesend. Bei orientalischem Kaffee und Tee und süsser Baklawa, gestiftet von den muslimischen Familien, ergaben sich vielerlei Gespräche vor den Ausstellungstafeln.

Musik im Dialog
Hassan Taha unterrichtet an der Musikhochschule in Bern und ist ein virtuoser Oud-Spieler. Die Oud, die «orientalische Kurzhalslaute», ist ein eher leises Instrument und typisch für orientalische Musik mit vielen Zwischentönen. Edwin Peter hat kürzlich seinen 85. Geburtstag gefeiert. Er war jahrelang Organist in Bern und Orgellehrer am Konservatorium und spielt immer noch regelmässig in Gottesdiensten. Beide verstanden sich auf Anhieb und haben die Zuhörenden mit der Musik zwischen beiden Welten hin und her wandern lassen. (Mitschnitt.)

Ausstellung in der Kirche Gümligen: täglich 8-19 Uhr. Eingang unter dem Turm.

Christoph Knoch
Ausstellung Musliminnen und Muslime
22.05.2013
13 Bilder
weitere Bilder anzeigen
Fotograf