«Männergruppe Tannental» - ein innovatives Projekt der Kirchgemeinde

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Nabil Ait-Mokhtar und Giuseppe Millazzo (Foto: Christoph Knoch)
Die männlichen Asylbewerber sind oft mit ihren Problemen auf sich alleine gestellt. Sie stehen für das Bild der Migranten, die bei der Schweizer Bevölkerung Ängste und Verunsicherungen auslösen. Seit April 2012 läuft die «Männergruppe Tannental».
Stichwort: «Männergruppe Tannental»

Die politischen Gemeinden und Kirchgemeinden im Kanton Bern erachten es für selbstverständlich Projekte für Frauen, Mütter und Kinder mit Migrationshintergrund anzubieten (z.B. Muttertreff, MuKideutsch, Familienberatung). Für Männer und Väter ist das Angebot bedeutend kleiner oder inexistent.
Deshalb hat die Kirchgemeinde Muri-Gümligen die Initiative für ein neues innovatives Projekt im Migrationsbereich ergriffen: den Männern mit Migrationshintergrund in Muri-Gümligen wird ein Ort der Begegnung zur Verfügung gestellt.

Für dieses Projekt konnte die Kirchgemeinde zwei Freiwillige als Leiter der Männergruppe gewinnen: Seit April 2012 arbeiten Nabil Ait-Mokhtar und Giuseppe Milazzo mit Geduld, Diplomatie, Kreativität und Leidenschaft für dieses Projekt (siehe Foto).

Einmal pro Monat treffen sich zwischen 10 und 20 Männer aus Syrien, Sudan, Tibet, Kyemen, Irak, Bangladesch oder Afghanistan im öffentlichen Event-Raum im Tannental. In der Schweiz leben sie meist allein oder mit ihrer Familie. Einige werden in der Schweiz aufgenommen. Andere wissen schon heute, dass sie bald das Land verlassen müssen.

Im Rahmen der Männergruppe wird zum Beispiel über ihre Rolle als Vater in der Schweiz (Veranstaltung mit Gasim Nasirov «Väter sein in der Schweiz»), über das Schweizer Gesetz oder über Arbeitsmöglichkeiten gesprochen. Die Männergruppe als Anlass ist eine Mischung aus Weiterbildung, sozialer Kontakte, aber auch Freundschaften und Halt für einen meist ungewissen Lebensabschnitt. Bei jedem Treffen kocht ein Teilnehmer für die anderen. Am letzten Sonntag wurden Frauen und Kinder eingeladen. Das Thema des Treffens war Schulsozialarbeit. Andreas Kohli und Kaspar Padel von der Schulsozialarbeit haben ihre Arbeit vorgestellt.