Frohe Weihnachten – oder doch frohe Ostern?

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Kirchenchor in Gümligen (Foto: Christoph Knoch)
Das Wetter liess einen eher «Frohe Weihnachten» wünschen als eben dem kirchlichen Fest entsprechend «Frohe Ostern». Andere Töne prägten die Tage zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag in der Kirchgemeinde Muri-Gümligen.
Am Gründonnerstag standen die Fusswaschung und die Erinnerung an die Feier des Abendmahls von Jesus und denen, die sich um ihn geschart hatten. Am Karfreitag, im Verständnis vieler der höchste protestantische Feiertag im Jahr, war geprägt von besinnlichen Gesängen geprägt. Am Morgen in Gümligen sang der Kirchenchor (siehe Foto) unter Leitung von Ewald Lucas (Predigt und Liturgie: Susanna Bleuer) und in den besinnlichen «Abendklängen» am Nachmittag waren Gedichte von Kurt Marti und Passions-Choräle von Johann Sebastian Bach zu hören (Karin Künti Duru, Texte, und das Sing-Ensemble «8 ad hoc» mit Simon Heggendorn, Violine & Christine Heggendorn, Orgel).

Einzelne sind nachzuhören unter www.rkmg.ch/podcast.
Die Osternacht zum Beispiel zum Nachhören
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«Frohe Ostern» mitten im Schnee?
Am Samstag führten die Osterfeier mit Pfarrerin Karin Künti Duru für Familien mit Kindern in der Kirche Muri (mit einer Ostergeschichte erzählt von Lilian Ruprecht) wie die Osternacht mit Osterfeuer und Osterkerze in Gümligen auf das nicht verstehbare Geheimnis der Auferweckung Jesu hin. «Phos Hilarion» («Göttliches Licht») sang der griechisch-orthodoxe Gast beim Einzug in die Kirche und es folgten die Lesungen der Osterbotschaft in vielen Sprachen. Martin Bauer und Christoph Knoch gestalteten die Liturgie in der Nacht mit Stefanos Athanasiou und zahlreichen Gästen. Beim Eiertütschen war dann doch klar: «Frohe Ostern!», denn die leise fallenden Schneeflocken stellten sich glückerweise erst wieder gegen Morgen ein. «Weiss ist zwar die liturgische Farbe für Ostern, doch etwas mehr Wärme hätte uns alle gefreut,» meinte jemand aus dem Pfarrkollegium.

Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht!
Schon in der Nacht war gelesen worden: «Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiss, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat.» (Matthäus 28,5+6). Pfarrerin Barbara Schmutz hat im Ostergottesdienst gefragt: «Erinnern Sie sich an den Engel? An Weihnachten war es, da erschien er schon einmal. Und vorher ebenfalls, als er Maria auf ihre Schwangerschaft hinwies. An den Wendepunkten ist der Engel da. Er verkündigte die Geburt des Königskindes. Und nun ist er wieder zur Stelle, wenn der Gekreuzigte zurückkehrt aus dem Totenreich. Und die Erde jubiliert! Halleluja!» Festlich-fröhliche Töne erklangen dank Christine Heggendorn (Orgel) und einem Bläsertrio.

Noch einmal: Kollekte für Brot für alle.
Im Rahmen der Gottesdienste wurde noch einmal für die beiden von der Kirchgemeinde unterstützten Projekte in Afrika gesammelt. Es sei an dieser Stelle daran erinnert, dass alle Einzahlung aus Muri-und Gümligen über das Postkonto 40-984-9 bei Brot für alle den beiden Projekten zu gut kommen, die von der zuständigen Kommission der Kirchgemeinde ausgewählt worden sind.
Christoph Knoch

Foto: Kirchenchor am Karfreitag in der Kirche Gümligen, Christoph Knoch