Adventskalender für den 15. Dezember

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Chanukka - das achttägige Lichterfest geht am Sonntag, 16. Dezember zu Ende

Am Samstagabend wenn die ersten drei Sterne am Himmel sichtbar sind, werden in vielen jüdischen Häusern viele Kerzen entzündet. Zuerst die geflochtene Hawdala-Kerze, die das Zeichen für die Unterscheidung zwischen Schabbat, dem Ruhetag, und der am Abend beginnenden neuen Woche. Mit ein wenig Wein wird die Kerze gelöscht, der Becher Wein den Anwesenden weitergegeben und die wohlriechenden Kräuter in die Runde gegeben. Jetzt ist wieder Werktag. Nun folgen die Segenssprüche für Chanukka, der Schamasch, die Dienerkerze, wird entzündet. Dann singen alle das Maos Zur, ein mittelalterliches Lied mit einem recht kriegerischen Text, das auf eine allen Protestanten vertrauten Melodie «Nun freut euch, lieben Christen g'mein» (RG 273) gesungen wird.

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Letzten Sonntagabend hat der zweite Tag des Chanukka-Festes begonnen. Darum haben die Enkel mit ihrem Grossvater zuerst den Schamasch und dann die beiden Kerzen für den am Abend beginnenden Tag entzündet. Kinder lieben dieses Fest, an dem es in vielen Familien auch Geschenke gibt. Alles läuft etwas langsamer, auch wenn nicht alle Tage schulfrei sind. Bei einem nächtlichen Spaziergang durch das Quartier werden die Kerzen in den Fenstern oder vor der Tür bewundert. Mitten in der dunklen Jahreszeit leuchten vor allem am letzten Tag unzählige Kerzen und Leuchter und lassen hoffen, dass es einmal für alle Menschen ein friedliches Zusammenleben geben wird. Oft werden zum Lichterzünden (und einem Znacht) Gäste eingeladen.

Christoph Knoch


Details zur Geschichte und zum Brauchtum an Chanukka
weitere Bilder von Christoph Knoch aus Jerusalem
Maos Zur zum Lesen und Hören