Traurig - fröhlich - glücklich. Ein Samstag im Advent

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Ein Abschied, der traurig macht: Der letzte Basar des Arbeitskreises Muri.
Neues Leben für manches Gerät - dank Repair-Café und geschickten Händen.
Nachdenklich-hoffnungsvolle Gedanken zum 1. Advent. Mit fröhlicher Barock-Musik.
Adventsverkauf  (Foto: Christoph Knoch)
«Wir sind alt geworden. Da lässt sich nichts dran ändern. Jahr für Jahr werden wir weniger, auch wenn immer wieder einzelne Frauen neu beim Arbeitskreis mitmachen. Jetzt ist es zeit, mit dem Verkauf aufzuhören», sagt Ingrid Minder trocken. Sie hätten regelmässig mit den Einnahmen aus ihren Verkäufen soziale Projekte in der Umgebung unterstützen können. Das sei eine Genugtuung. «Der Erlös unseres Adventsverkaufs beträgt etwa CHF 2'300. In Anbetracht dessen, dass erwartungsgemäss weniger Leute gekommen sind, als bei früheren Verkäufen und wir unsere Preise stark herunter geschraubt haben, ist es ein gutes Resultat. Wir sind auf jeden Fall zufrieden», betont Ingrid Minder und fährt fort: «Dank unserer guten Kontakte zu einem Verein in Rumänien wissen wir, dass unsere Kappen und Socken vielen Menschen Wärme bringen und Freude machen. Das Lismen und Reden werden wir auch in Zukunft pflegen.» Doch auf Kaffeestube und Verkauf werden sie in Zukunft verzichten.
Ein paar Bilder - aus verschiedenen Jahren

Neues Leben für alte Sachen
Die engagierten «Repairer*innen» hatten im Thoracher am vergangenen Samstag wieder alle Hände voll zu tun. «Wir waren vom Andrang wirklich überrascht», sagt Hanns Stauffer, der das Repair Café in Muri-Gümligen koordiniert. Der Elektronik und Velobereich hatte viel zu tun. Die Näherinnen meinten, dass es ruhig noch mehr Arbeit hätte geben dürfen. «Es ist ein gutes Gefühl, einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dass unser Abfallberg etwas langsamer wächst.» Auch der Kleidertausch im und mit dem MüZe hilft zur Reduktion der Abfallberge.
Im kommenden Jahr sind wieder vier Samstage im Thoracherhus reserviert: www.rkmg.ch/repaircafe.

Besinnlicher Abschluss in der Kirche Muri
Zum adventlichen Feier.Abend hatte Christoph Knoch das junge BREZZA Ensemble aus Basel eingeladen. Pablo Gigosos, Traversflöte, Marina Cabello del Castillo, Gambe und Teun Braken, am Cembalo unterstrichen mit ihren barocken Tönen die Texte zum Advent. Von Sacharja («die Waffen des Krieges werden zerbrochen») bis zum Palmsonntagsevangelium («Jesus braucht die Esel-Mutter. Wir bringen die Esel-Mutter mit dem kleinen Eselchen nachher wieder zurück.») und Hans Dieter Hüsch ging es um Hoffnung mitten in dunkler Zeit. Die erste Adventskerze in der Kirche wird längst überstrahlt von vielen anderen Kerzen und Lichtern.

BREZZA Ensemble (Foto: Christoph Knoch)
BREZZA Ensemble: Pablo Gigosos, Traversflöte; Teun Braken, Cembalo; Marina Cabello del Castillo, Gambe

Konzert BACH-ABEL
Im Konzert brachten die drei BREZZA-Leute dem Publikum zwei Musikerfamilien nahe, die eng miteinander verflochten waren. BACH kennen alle, die Familie ABEL aber? Unter www.rkmg.ch/podcast sind der Feier.Abend und das Konzert zu hören und zu sehen.

ck