Seidenberg: Statt Pfarrhaus «Familycare»

Das Projekt «Sidebärg – Kompetenz Familie» des Trägervereins «Familycare Bern» bietet Familien mit Kleinkindern eine Bleibe auf Zeit, um den Weg im Alltag nach schwierigen Momenten selbständig unter die Füsse nehmen zu können. Nach einer gründlichen Renovation und nötigen Anpassungen fand am Montag die Schlüsselübergabe beim ehemaligen Pfarrhaus Seidenberg statt.
Familycare Seidenberg <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Christoph&nbsp;Knoch)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>876</div><div class='bid' style='display:none;'>10657</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Von links: Ursula Dolder (Initiantin, Vereinspräsidentin Familycare), Annina Amonn (Co-Präsidentin Kirchgemeinderat), Gabriela von Niederhäusern (Geschäftsleitung Familycare), Helen Reist (Leitung Hauswirtschaft Familycare), Stefan Wyler (Architekt der Kirchgemeinde), Colette Wittwer und Dimitra Zawadynski (Mitarbeitende Familycare),Katrin Hubschmid (Co-Präsidentin Kirchgemeinderat).

Familycare? Nie gehört.
Seit dem 29. März hat der Verein «Familycare Bern» die Schlüssel zum stattlichen Pfarrhaus an der Bellevuestrasse 18 in Gümligen übernommen. «Es war schwierig, eine für unser Projekt geeignete Liegenschaft zu finden», sagt Gabriela von Niederhäusern, Geschäftsleiterin des 2014 gegründeten Vereins. Ursula Dolder, die Initiantin des Projekts, hat nach intensiver Suche die Ausschreibung der Kirchgemeinde entdeckt. «Wir sind sehr froh, dass wir uns rasch gefunden haben. So war es möglich, die nötigen Anpassungen in die Wege zu leiten.» Architekt Stefan Wyler gelang es in kürzester Zeit, die vor knapp 20 Jahren erbaute Liegenschaft wieder fit zu machen und mit dem Einbau einer behindertengerechten Toilette und Dusche im Untergeschoss an heutige Vorschriften für öffentlich genutzte Räume anzupassen. Gleichzeitig konnten damalige Bausünden behoben werden.

Platz für sechs Familien
Ganz alltägliche Situationen können zu unüberwindbaren Hürden werden. Nach einer Krisenintervention braucht es einen Ort, an dem Familien oder Alleinerziehende mit ihren Kindern wieder Boden unter den Füssen finden. Das möchte das Projekt «Familycare Bern» so rasch als möglich anbieten. Es sei sowohl im Gesundheitsbereich als auch im Sozialsystem ein grosser Bedarf nach einem flexiblen Angebot für schwangere Frauen und Familien mit Kindern bis fünf Jahren auszumachen, heisst es auf der Webseite www.familycare-bern.ch. «Wir freuen uns auf eine gute Nachbarschaft und werden uns so rasch als möglich im Quartier vorstellen», verspricht die Geschäftsleiterin Gabriela von Niederhäusern.

Schl&uuml;ssel&uuml;bergabe Seidenberg <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Christoph&nbsp;Knoch)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>876</div><div class='bid' style='display:none;'>10658</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Der Kirchgemeinderat stellt sich einhellig hinter das Projekt und freut sich, dass dabei Menschen in schwierigen Situationen unterstützt werden. Annina Amonn, Ressortverantwortliche Betrieb, wünscht dem Projekt viel Erfolg und einen langen Atem. www.rkmg.ch/seidenberg