Erinnerungen an Lorenz Marti

Lorenz Marti<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>816</div><div class='bid' style='display:none;'>10021</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Am 27. Mai 2020 ist der Berner Schriftsteller und ehemalige Radioredaktor gestorben. Er schrieb über «Spiritualität ohne Religion».
Marti studierte Geschichte und Politik. Eher zufällig kam er 1977 zur Religionsredaktion des Schweizer Radios. Die Religion und die Spiritualität liessen ihn nicht mehr los. Marti blieb bei der Religionsredaktion bis zu seiner Pensionierung 2012. Zudem verfasste er mehrere Bücher zur Spiritualität.

Sein letztes Werk «Türen auf! Spiritualität für freie Geister» erschien 2019 und war laut Marti sein «persönlichstes Buch». Auch mit der Verbindung von Naturwissenschaft und Spiritualität oder der Mystik beschäftigte sich Marti in seinen Büchern («Eine Hand voll Sternenstaub», «Übrigens, das Leben ist schön»).

Marti unterschied dabei Spiritualität und Religion. Spiritualität definierte er gegenüber dem «Tages-Anzeiger» als «viel offener und befreiender». So war er auch nicht einer Religionsgemeinschaft verpflichtet, sondern suchte eine «Spiritualität ohne Religion». Dabei sah er es als «Gewinn», dass die Kirchen kein Deutungsmonopol mehr hätten, er schätzte die Freiheit in Sachen Religion.

Marti erreichte mit seinen Radiosendungen und Büchern ein breites Publikum. Einige Werke wurden ins Chinesische, Koreanische oder Brasilianische übersetzt. Daneben schrieb er auch als Kolumnist für die reformierte Berner Kirchenzeitung «Saemann», später «reformiert.».

Lorenz Marti war der Sohn des 2017 verstorbenen Berner Pfarrers und Schriftstellers Kurt Marti.

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