Bettagsbotschaft 2019: Interreligiöse Beziehungen

AKB Sitzung Haus der Religionen<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>231</div><div class='bid' style='display:none;'>9414</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag wird in vielen Kirchgemeinden ökumenisch gefeiert. In der Schweiz leben aber nicht nur Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen, sondern auch Menschen aus anderen Religionen. Alle Religionen suchen Antworten auf Lebensfragen, die uns beschäftigen.
Es besteht heute die Chance und die Herausforderung, Ökumene über die Grenzen der christlichen Konfessionen hinaus zu leben in einer Ökumene der Religionen. Für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben ist es wichtig, sich mit den anderen Religionen zu beschäftigen, die Begegnung und den Dialog zu suchen und sich dafür einzusetzen, dass alle ihre Überzeugungen im Rahmen der in der Schweiz geltenden Rechtsordnung frei leben und praktizieren können.

Eine gute Möglichkeit interreligiöser Begegnungen ist ein Besuch im Haus der Religionen in Bern, wo verschiedene Religionen unter einem Dach miteinander leben und ihre Gottesdienste feiern. Das Haus der Religionen wurde ermöglicht und wird weiterhin unterstützt durch die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn.

Ein interreligiöses Gespräch über Alltags- und Glaubensfragen kann uns bewusst machen, dass Menschen ähnliche Freuden und Sorgen, Wünsche und Hoffnungen haben. Viele Lebenseinstellungen, Sinndeutungen und ethische Werte sind allen Religionen gemeinsam. Eine interreligiöse Begegnung lässt uns die Qualitäten in der eigenen und in anderen Religionen erkennen. Wir werden angeregt, über unsere eigene religiöse Identität nachzudenken, sowie unseren eigenen Glauben zu vertiefen.

So können interreligiöse Beziehungen das eigene Leben bereichern, ein Zusammengehörigkeitsgefühl schaffen und zu einem friedlichen Zusammenleben in der Gesellschaft beitragen, und wer weiss: Vielleicht werden wir in Zukunft sogar den Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag in einer ökumenischen Gemeinschaft der Religionen gemeinsam feiern?!

Der Synodalrat

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