«Mehr Gleichberechtigung heisst weniger Hunger»

Armin Zimmermann <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Christoph&nbsp;Knoch)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>116</div><div class='bid' style='display:none;'>246</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Armin Zimmermann (Foto: Christoph Knoch)
Die Passions- und Fastenzeit beginnt dieses Jahr am 22. Februar und dauert bis Ostersonntag. Der letzte Woche in alle Haushaltungen verteilten Ausgabe des «reformiert.» lag die Agenda der Hilfswerke bei, sie liefert Informationen zum diesjährigen Thema und regt zum Handeln an.
Der Gottesdienst zum Suppentag am 4. März, 10 Uhr, in Gümligen mit Dr. Armin Zimmermann und die Mittagsbesinnungen im Thoracherhus an jedem Donnerstag (ab 8. März, 12 Uhr) bieten die Gelegenheit, sich auf das Thema einzulassen, nachzudenken und Möglichkeiten zur Hilfe zu entwickeln.

Die Kampagne sensibilisiert dafür, dass das Recht auf Nahrung weiterhin für mehr als eine Milliarde Menschen nicht gewährleistet ist. 80 Prozent dieser Milliarde Menschen leben in ländlichen Gebieten; 60 bis 70 Prozent der Hungernden sind Frauen, wie aus Statistiken der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO zu entnehmen ist. Der Hunger ist dort am grössten, wo die Nahrungsmittel hauptsächlich angebaut werden und die Frauen, die «die Welt ernähren», haben am wenigsten zu Essen. Die Kampagne will die Lebenswelten von Männern und Frauen differenziert darstellen. Dabei soll sichtbar werden, dass diese unterschiedlichen Lebenswelten oft ungerecht sind. Gerade sogenannte «Frauenarbeiten», die kaum Wertschätzung erhalten und unterschätzt werden, sind zentral für das Überleben und die Nachhaltigkeit.
Organisationen wie Brot für alle und Fastenofer fordern deshalb das Recht auf Nahrung und Bildung für alle. Die Kampagne 2012 schlägt aber auch den Bogen zum Verhältnis von Männer- und Frauenarbeit bei uns. Für eine erfüllte Zukunft ist die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern wichtig. Da ist noch manches zu lernen.

Suppentag mit Dr. Armin Zimmermann
Der Theologe und Agrarwissenschaftler verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Theologie in Afrika. Bei mission 21 ist er zuständig für die Projekte im Südsudan und berichtet am Sonntag in der Predigt und nach dem Gottesdienst über die Situation in diesem Land, das erst kürzlich seine Unabhängigkeit erreicht hat. Die OeME-Kommission hat entschieden, dass alle Beiträge an Brot für alle der Kirchgemeinde für zwei Projekte in diesem Land bestimmt sind:1. Bau und Ausbau von Schulhäusern und 2. Unterstützung einer Schule für Hebammen. Die Sammlung wird wieder über das Postkonto 40-984-9 «Brot für alle» 3001 Bern durchgeführt.

Sammelergebnis des Jahres 2011
An «Brot für alle» flossen 2011 aus der Gemeinde Muri-Gümligen über 34000 Fr. Davon waren 13245 Fr. Privatspenden; 21054.45 Fr stammen aus dem ordentlichen Budget, Gottesdienstkollekten und Sammlungen. Herzlichen Dank!
Martin Bauer und Christoph Knoch für die OeME-Kommission