In Erinnerung an Roland Messer-Etter
(13. Juni 1949 - 30. Dezember 2018)

Brigitta + Roland Messer<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>27</div><div class='bid' style='display:none;'>8420</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Ganz überraschend ist am 30. Dezember 2018 Roland Messer verstorben. Am Mittwoch, 9. Januar 2019, hat eine grosse Trauergemeinder sich in der Kirche Gümligen an den früheren Sigristen und Bestatter erinnert.
Roland und Brigitta Messer haben vom 1. November 1986 bis Ende Oktober 2009 als Sigristenehepaar Kirche und Kirchgemeindehaus Gümligen betreut. Viele haben sie begrüsst, vielen in unzähligen Gottesdiensten das «Singbüechli» in die Hand gedrückt. Jahrelang haben sie den Jahreswechsel beim Kirchturm verbracht - und mit ihnen etliche Nachbarinnen und Nachbarn. Seit die Glocken vom Läutecomputer bedient werden, ist dieser schöne Brauch Geschichte.
Kirchgemeinderat und Mitarbeitende, insbesondere das Pfarrkollegium, sind in Gedanken bei Familie Messer.

Abschied Messer (2009)<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>27</div><div class='bid' style='display:none;'>8426</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>


Wir sind dankbar für alles, was Roland - gemeinsam mit Brigitta - für Kirche und Kirchgemeinde geleistet haben.

Grusswort zum Abschied von Roland Messer (1949-2018)
Liebe Brigitta, liebe Berni und Ursula mit Levin und Loris, liebe Andrea und Gregor mit Felix, Meret und Gaudenz, lieber Dani und Mario,

Rose Ausländer (1901-1988):
«Was vorüber ist, ist nicht vorüber.
Es wächst weiter in deinen Zellen,
ein Baum aus Tränen oder vergangenem Glück.»

Roland ist gestorben. Einfach so. Ohne um sich ein Aufheben zu machen.
Er fehlt euch, er fehlt uns.
Auch hier in der Gümliger Kirche.
Von den Anfängen dieser Kirche war er mit dabei.
Als Kind beim Glockenaufzug und bei der Einweihung.
Gertrud und Ernst Messer waren damals das erste Sigristenpaar.
Roland Messer hat in der Kirche Spuren hinterlassen.
Unter anderem wurde das Kanzelbrett von ihm angepasst und die Gesangbücher stecken in einer Konstruktion, die er auf die neuen Bücher angepasst hat. Vieles, was an ihn erinnert, ist versteckt. Dank ihm können wir auf die Fenstersimsen Laternen oder Kerzen stellen; dank ihm können die Rollstühle der Nathalie-Stiftung oder des Aarhus die Treppenstufen überwinden und bis in den Chorraum fahren …
Der kleine rund und elegante Tisch dient uns allen.

Und noch viel mehr ist da, was weiterwächst und weiter bleibt.
Äusserlich, sichtbar, anfassbar. Das ist das eine.

Doch Roland war viel mehr – ruhig, bedächtig.
Zupackend und immer mit einer helfenden Hand.
Fröhlich und nie um einen hintergründigen Spruch verlegen – in kleiner Runde.
Manche Idee entsprungen aus den Köpfen von Pfarrerinnen und Pfarrern hat Roland mit Beharrlichkeit – und ohne zu murren – Wirklichkeit werden lassen. Das werden wir vermissen.

Etwas ist vor einigen Jahren leider schon verschwunden. Überflüssig geworden, von der Technik und den Computern vermeintlich überholt: s’Kirchezit. Jahrelang wurde unsere Kirchturmuhr gepflegt und gehegt von den Messers. Mit Gefühl wurden die Glocken geläutet, am Sonntag wie am Werktag. Zu frohen und traurigen Gelegenheiten.

Und Silvester: das Dörfli traf sich auf dem Kirchplatz, um den Messers Gesellschaft zu leisten beim Aus- und Einläuten des Jahres. Wir haben miteinander die Schläge der Uhr gezählt. Fast immer waren es zwölf….
Jetzt hat Roland nicht mehr gehört, dass der Computer uns nur 8 Schläge hören liess.

Im Namen aller Pfarrerinnen und Pfarrer wie auch im Namen der Kirchgemeinde danken wir für so vieles, was Roland (unterstützt von seiner Frau und der Familie) an unbezahlbarem für uns alle ganz selbstverständlich geleistet hat.

Noch einmal Rose Ausländer: «Komm, lass uns lautlos in den Abend gehn / und immer tiefer in den Wald der Nacht, / wo Sterne hoch und weiss wie Lilien stehn / und noch ein Märchenmund im Monde wacht. // Hier sind wir nicht daheim. Es ist kein Raum / so gross, dass unsre Sehnsucht ihn erfüllt. / Wir steigen tausend Treppen in den Traum, / wo Gott das Licht in tausend Farben hüllt.»

Trauerfeier für Roland Messer-Etter
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Roland Messer-Etter (Der Bund 2019-01-05)<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>27</div><div class='bid' style='display:none;'>8421</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>


























Ein paar Erinnerungen
Unter dem Titel «Wenn der Blitz den «Güggel» trifft» hat «der Bund» am 13. Oktober 2009 über das Ehepaar Messer berichtet.

Im Juni 2004 waren Messers stark engagiert beim Glockenfest

Gertrud Messer-Peter, die Mutter von Roland, erinnert sich an die Anfrage, ob ihr Mann das Sigristenamt übernehmen würde ....

Autor: Christoph Knoch     Bereitgestellt: 07.01.2019     Besuche: 38 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch