Bärndütsch für Geflüchtete

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«Grüessech, wie geits?» hiess die Begrüssung von Geflüchteten an einem Montagabend im Kirchgemeindehaus in Gümligen. Vier freiwillig engagierte BernerInnen bieten seit August 2018 jeden Montagabend einen Bärndütschkurs für Geflüchtete an.

Silvia Tapis
Zuerst wurde durch einen Test das Sprachniveau der Geflüchteten in Schriftsprache eruiert, denn um Bärndütsch oder eine weitere Fremdsprache zu erlernen, ist ein gewisses Deutsch-Niveau eine wichtige Voraussetzung.

«Itze isch es schön, im Waud ga ds loufe.»
Solche und weitere Sätze kamen mir bei meinem Besuch im Kurs zu Ohren. Mutig probierten die Teilnehmer Berndeutsche Sätze aus. «D`Vögu zwitschere» was ist «zwitschere?»
Einmal mehr wird auch mir als Bündnerin bewusst, wie schwierig es ist diese «o» und «u»`s richtig auszusprechen. Die Lehrer zeigen sich in Geduld und gehen den Unterricht sehr gut und sorgfältig vorbereitet aber mit der nötigen Spontanität und viel Humor an. In den zwei Klassenzimmern befinden sich um die 20.Teilnehmer. Es wird gelacht, gesprochen, ausprobiert, diskutiert und gelernt wie, was zu verstehen ist. «A Siuveschter wünscht mä sich e guete Rutsch u es guets Nöis».

Ich würde sagen dies ist Integration pur. Ich bewundere die Ausdauer und den Wissensdurst der Teilnehmer, welche nach einem Tag Arbeit oder Schule hier noch voller Eifer Berndeutsch lernen.
Zugleich bewundere ich die Geduld der Lehrpersonen. Welche die Teilnehmer einerseits im «Klassenzimmer» und anderseits ausserhalb bei Ausflügen und Exkursionen ganz praktisch und vielseitig in die Berndeutsche Sprache einführen. Und in dem ganzen spontan mit Teilnehmer Absenzen und Wechsel umgehen müssen.

Bärndütsch 02<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>702</div><div class='bid' style='display:none;'>8207</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön den vier «Lehrpersonen», welche sich mit viel Vorbereitung, Engagement und grosser Flexibilität in diesem Angebot engagieren. Die Leitung hat Ruedi Rytz und es helfen Marcel Dietler, Monique Kupferschmid und Heidi Brunner mit je einer eigenen Klasse mit.
Der Kurs dauert voraussichtlich noch bis Ende Jahr. Ich wünsche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wie auch den Unterrichtenden weiterhin «viu Freud»!

Silvia Tapis
Autor: Christoph Knoch     Bereitgestellt: 23.10.2018     Besuche: 62 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch