«Netzwerk Joint Future» - Das 10. Jahrestreffen am 31. August 2018 im Thoracherhus in Muri.

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Regelmässig organisiert die Fachstelle Migration Treffen zum: «Netzwerk Joint Future». Am 31. August 2018 war die Kirchgemeinde Muri-Gümligen Gastgeberin.
Gegen 80 Teilnehmende aus dem ganzen Gebiet der Kirchen Bern-Jura-Solothurn, dazu etliche Gäste aus der Ökumene trafen sich im Thoracherhus am Kranichweg in Muri.

Joint Future - ein Netzwerk

Hilfreiches Material:
Integration neu denken

«Integrationsagenda kurz erklärt»

Martin Bauer, Präsident des Kirchgemeinderates und der OeME-Gruppe Muri-Gümligen, wies darauf hin, dass die Kirchgemeinde sich im Bereich Integration seit Jahrzehnten engagiert. Eine neue Herausforderung sei die Integration vor Ort - von jüngeren und vor allem älteren Gemeindegliedern.

Silvia Tapis, Verantwortliche für Migration, hat mit dem ganzen Thoracherteam dafür gesorgt, dass die Gäste für workshops und Verpflegung geeignete Räume vorfinden. Eine grosse Zahl von Freiwilligen hat sie dabei unterstützt.


Rückblick 10. Jahrestreffen des Netzwerks Joint Future, Freitag, 31. August 2018

Workshop 1 – Integratives Theater
Für 75 Minuten tauchen Sie ganz praktisch in die Welt des integrativen Theaters ein. Es werden Theaterübungen vorgezeigt und gemeinsam ausprobiert. Erleben Sie gleich persönlich, wie viel Freude es macht, gemeinsam mit Menschen mit unterschiedlichen Herkünften und Deutsch-kenntnissen sehr niederschwellig und humorvoll Theater zu spielen. Zudem werden Erfahrungs-berichte wiedergegeben und unterschiedliche Projekte vorgestellt.

Silvia Tapis, Theaterpädagogin, Kirchgemeinde Muri-Gümligen
Elias Schmid, Improvisations-Schauspieler, sowie zwei bis drei geflüchtete Schauspieler

Workshop 2 – Das neue Asylverfahren
Das neue Asylgesetz, das per 1. März 2019 in Kraft tritt, bringt wesentliche Veränderungen mit sich. Der Workshop soll einerseits einen praxisnahen Ausblick auf das neue Verfahren und die Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements sowie andererseits die Gelegenheit für Fragen bieten, welche aus der Sicht der Rechtsvertretung beantwortet werden.

Anja Freienstein, Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not, RBS

Workshop 3 – Integration ist keine Einbahnstrasse
Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Integration ein Prozess ist, an dem sowohl die einheimische als auch die zugewanderte Bevölkerung beteiligt ist. Doch was heisst das genau? Wie kann erreicht werden, dass sich alle auf einen Prozess der Veränderung einlassen? Was kann der Staat tun – was die Kirchgemeinde? Und was das Individuum?

Susanne Rebsamen, Kompetenzzentrum Integration der Stadt Bern
Aysel Korkmaz, selbständige Migrationsfachfrau und Verantwortliche des Bieler Begegnungs-tandems „Auf Augenhöhe“, Arbeitskreis für Zeitfragen, Reformierte Kirchgemeinde Biel

Workshop 4 – Arbeitsintegration: Orientierung im Labyrinth der Angebote
Eine Arbeit zu haben, bedeutet Anerkennung, ein soziales Umfeld und finanzielle Unabhängig-keit. Doch der Einstieg in die Arbeitswelt ist für Geflüchtete nicht einfach, insbesondere dann nicht, wenn sie nicht jahrelang einen Hilfsjob ausführen möchten. Es gibt unzählige Angebote zur Arbeitsintegration und Ausbildung; die Übersicht zu haben fällt schwer. Zwei Fachfrauen bieten Orientierung.

Andreas Guggisberg, Flüchtlingssozialdienst Schweizerisches Rotes Kreuz SRK Kanton Bern
Cornelia Stuber, Kirchliche Kontaktstelle für Flüchtlingsfragen KKF, Mitarbeiterin Abklärungs-stelle Integration für vorläufig Aufgenommene

Workshop 5 – Zivilcourage
Was soll ich tun, wenn ich in meiner Arbeit im Migrationsbereich etwas Ungerechtes erlebe? Wenn ich zum Beispiel den Eindruck habe oder beobachte, dass sich jemand rassistisch äussert, diskriminierend oder gewalttätig verhält? In diesem Workshop lernen Sie, Ungerechtigkeiten im Migrationskontext zu entdecken und den eigenen Möglichkeiten entsprechend angemessen zu handeln. Dazu diskutieren wir über eigene Erfahrungen, erarbeiten die Grundlagen für Zivilcourage, reflektieren eigene Haltungen und entwickeln und erproben auf kreative und spielerische Weise eigene Handlungsmöglichkeiten.

Giorgio Andreoli und Sereina Gisin, gggfon – Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus




Autor: Christoph Knoch     Bereitgestellt: 31.08.2018    
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch