Das Café Marhaba auf dem Stockhorn

Stockhorn 11 —  Wanderung oberhalb des Sees<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>670</div><div class='bid' style='display:none;'>7597</div><div class='usr' style='display:none;'>120</div>

Bei schönstem Wetter bestiegen 16 Frauen des interkulturellen Frauentreffs Café Marhaba die Gondelbahn zum Stockhorn – für viele die erste Gondelfahrt überhaupt.
Cornelia Salvisberg Wenger
Während der Fahrt wurde gefilmt, bang nach unten geschaut und jedes Schaukeln lautstark kommentiert.
Um die Aussichtsplattform des Stockhorns zogen dichte Wolken herauf, die kurze Ausblicke Richtung Mittelland erlaubten. Die Berner Alpen hingegen zeigten sich von ihrer schönsten Seite. Die weissen Berge liessen unterschiedlichste Vermutungen aufkommen, was denn dieses Weiss wohl sein könnte.
Zurück bei der Mittelstation führte der Weg zum See, an dem Picknickdecken ausgebreitet wurden. Riesige Mengen an gefüllten Teigtaschen, eingelegten Gemüsen und süssen Backwaren wurden aus den Rücksäcken zutage gefördert und ausgebreitet. Nach dem ausgiebigen Essen machte sich ein Teil der Frauen auf den Wanderweg oberhalb des Sees. Der kurzweilige Weg führte über Brücken und durch Tunnels; blühende Alpenrosen säumten den Pfad. Eine der Frauen meinte immer wieder voller Inbrunst: «Es ist so schön hier. Hier geht mir das Herz auf.»
Das Café Marhaba ermöglicht den Frauen einmal jährlichen einen Ausflug in die Region. Für viele Frauen ist dies die einzige Möglichkeit, etwas mehr von der Schweiz zu sehen. Durch die Begegnung mit der Natur und anderen Sehenswürdigkeiten lernen sie ihre neue oder temporäre Heimat besser kennen. Im Erlebnis in der Gruppe gewinnen sie Abstand zu schwierigen Situationen in der Vergangenheit und im Alltag. Dieses Jahr fand der zweite solche Ausflug statt. Die Ausflüge konnten bisher durch Spenden und dieses Jahr sogar durch den Verkauf von Esswaren am Bärtschihusmärit selber finanziert werden.
Autor: Cornelia Salvisberg Wenger     Bereitgestellt: 26.06.2018    
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch