«Lohnt» sich freiwilliges Engagement?

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Während 3`904 Stunden haben sich Freiwillige in der Jugendarbeit, Seniorenarbeit, im Migrationsbereich, beim Kirchencafé, Abesitz, in diversen Ressorts und weiteren Bereichen im Jahr 2017 engagiert.
Silvia Tapis
Silvia Tapis<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>542</div><div class='bid' style='display:none;'>5785</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Für die Kirchgemeinde sind diese Einsätze von grossem Wert. Manches Angebot wäre ohne dieses Engagement nicht durchführbar oder würden erst gar nicht bestehen. Es ist ein grosses Geschenk von allen freiwillig Tätigen an viele Menschen, die in der Kirchgemeinde mitmachen

Lohnt es sich, freiwillig tätig zu sein?
Wie sieht ein Engagement aus?


Christiane Von May, eine der Freiwilligen, hat sich von Silvia Tapis befragen lassen:
• Wie sieht dein freiwilliges Engagement bei der reformierten Kirchgemeinde Muri-Gümligen aus?
49<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>497</div><div class='bid' style='display:none;'>6797</div><div class='usr' style='display:none;'>144</div>
Alle 14 Tage besuchen wir (R. und ich) zu zweit die Asylunterkunft Egghölzli und verbringen ein bis zwei Stunden mit den asylsuchenden Eritreerinnen: wir unterhalten uns, trinken eritreischen Tee und verbinden dies mit spontanem Deutschunterricht;
Zusätzlich unterrichte ich seit Kurzem einmal wöchentlich ein junges tibetisches Ehepaar in Deutsch



• Was ist deine Motivation, dich freiwillig für Geflüchtete zu engagieren?

Da gibt es mehrere ;-) Einerseits im Rahmen meiner persönlichen Möglichkeiten Unterstützung und Hilfe anzubieten und damit zumindest einen kleinen sozialpolitischen Beitrag zu leisten. Dann die Freude an der Herausforderung, den Deutschunterricht so zu gestalten, dass gleichzeitig auch kulturelle Integration erfolgen kann. Und last but not least bin ich doch auch ein sehr neugieriger Mensch, der gerne andere Kulturen kennenlernt und da auch den Austausch geniesst -es macht einfach Spass!

• Dein schönster und schwierigster Moment in deinem Engagement bis anhin?

Schönster Moment: Nach 2 Stunden hartnäckigem Üben auf dem Tretroller gelang es K. , das Gleichgewicht zu halten und eine stolze Runde im Hof zu drehen; sie war soooo stolz!!! Und ich erst!
Schwierigster Moment: Eigentlich die Besuche in der Asylunterkunft Egghölzli: einige der asylsuchenden Frauen sind ziemlich hoffnungslos. Viele kämpfen mit traumatischen Erfahrungen/Geschichten - und das wohlgemerkt zusätzlich zum Asylantragsstress.

Es ist für mich nicht einfach, diese Schicksale jedes Mal von Neuem «vorgeführt» zu kriegen. Da wechseln sich Ohnmachts- und Wutgefühle schön ab und ich muss viel Konzentration aufbringen, das augenblicklich Notwendige und Machbare einfach zu «tun» und alles «andere» auszublenden...
• Als Freiwilliger bekommt man kein Geld. Was ist für dich der Lohn deines Engagements? Warum «lohnt» es sich?

Es lohnt sich, weil ich mich dadurch in der aktuellen Asyldebatte auf eine praktische Art aktiv beteiligen kann -ich lerne ja Mitmenschen kennen, die in diesem Asylstatus-Prozess stecken und jeden Tag um ihre Existenz hier in der Schweiz kämpfen; -es hilft mir ausserdem, die Verhältnismässigkeit unserer schweizerischen Alltagsschwierigkeiten neu einzuordnen und dadurch zu relativieren -auch meine persönlichen.

Herzlichen Dank an Christiane Von May für diese ehrlichen Worte.
Wir wünschen Christiane und allen Freiwilligen weiterhin viel Freude und Erfüllung in ihrem Engagement in der Kirchgemeinde.
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Zu gegebener Zeit werden unter www.rkmg.ch/freiwillige weitere Freiwillige vorgestellt.

Autor: Christoph Knoch     Bereitgestellt: 14.03.2018     Besuche: 21 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch