Ausflug mit den eritreischen Frauen vom Egghölzliweg

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«Wir wollen sehr gerne auf das Schiff, auf einen See und in die Berge» hiess es von den eritreischen Frauen aus der Asylunterkunft Egghölzli, als ich sie fragte, wohin sie gerne einen Ausflug unternehmen möchten.
Silvia Tapis
So machten wir uns am 24. September 2017 auf den Weg nach Thun, um von dort aus mit dem Schiff bis Faulensee zu fahren. Ich war bereits im Vornherein überrascht, dass der Wunsch nach einer Schifffahrt kam. Könnten nicht Wasser und Schiffe traumatische Erinnerungen hervorrufen? «Schiffe in der Schweiz sehr gut!» sagte da eine Flüchtlingsfrau während der Fahrt strahlend zu mir, «Hier haben wir keine Angst, alles sehr schön und gut». So rückte die Sorge in den Hintergrund und dieses positive Schifferlebnis schien sogar ein wenig heilsam zu sein. Von Faulensee gingen wir bis nach Spiez. Unterwegs gab es diverse Zwischenstopps: einmal mit einem eritreischen Injera-Picknick auf einer Wiese, alle paar Meter zum Fotografieren und einmal gab es eine Pause, in der laut gesungen wurde. «Das Lied ist von Gott, wir sagen Danke» erklärten die eritreischen Frauen.
In Spiez angekommen genossen wir ein Cappuccino direkt am See und wir Schweizer übten uns ein wenig in der Tigrinya-Sprache. «Kemey alechi?» (wie geht es?)
Als krönenden Abschluss machte ein Teil der Gruppe noch einen Spaziergang durch den Innenhof des Spiezer Schlosses. Auch dort hiess es noch einmal Fotoshooting! Dabei wurde für die Kamera, aber auch sonst viel gelacht.
Mit diversen fröhlichen Fotos im Gepäck und vielen warmen Sonnenstrahlen auf der Haut machten wir uns sichtbar müde aber zufrieden wieder auf den Weg zurück zum Egghölzliweg.
Autor: Silvia Tapis     Bereitgestellt: 28.09.2017     Besuche: 33 Monat
 
aktualisiert mit kirchenweb.ch