Kirchenchor «Magnificat» 19. Dezember 2010 (Barbara Schmutz)

Magnificat G&uuml;mligen <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Christoph&nbsp;Knoch)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>rkmg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>9</div><div class='bid' style='display:none;'>123</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>
Magnificat Gümligen (Foto: Christoph Knoch)
Der Erweiterte Kirchenchor Muri-Gümligen sang unter Leitung von Ulrich Schweizer das Magnificat B-Dur für Chor und Streicher mit Generalbass von Francesco Durante (1684-1755), OPUS Orchester Bern, Johanna Richard, Konzertmeisterin, Jacqueline Demme, Orgel. Im festlichen Gottesdienst am 4. Advent, 19. Dezember, hat Pfarrerin Barbara Schmutz über das «Magnificat anima mea Dominum» aus Lukas 1, 46-56 gepredigt.
«Das erste Wort entscheidet alles. Der erste Eindruck zählt. Der Anfang verrät vieles. Die erste Bewegung gibt die Richtung an», begann sie ihren Gottesdienst und beleuchtete die Problematik der Übersetzungen und den damit verbundenen Interpretationen.

«MEINE Seele erhebt den Herrn» wird die Reihenfolge umgekehrt – wer steht nun im Zentrum? Die sprechende Maria oder Gott als der von aussen her handelnde? Aus welcher Perspektive wird das Lied der Maria gelesen? Wer satt ist, liest und hört anders als jene, die hungrig sind. Bedrohliche Worte für die Reichen: «Er stürzt die Mächtigen vom Thron». Mutmachende für jene andern: «und erhebt die Niedrigen». Barbara Schmutz schloss ihre Predigt mit folgenden Sätzen ab: «Die Bewegung des Lobgesangs eilt hin zu Gott und weist so über die Singende hinaus. Das Magnificat, das vom Wunder an der kleinen, jungen, niedrigen Maria spricht, beabsichtigt und begründet nicht eine Marienfrömmigkeit, sondern legt Zeugnis ab für Frömmigkeit in der Spur der Maria. Stimmen wir darum ein in das Lied der jungen Frau, die vom Staunen ergriffen wird angesichts ihrer Schwangerschaft. Die mit der Hoffnung Gottes im Bauch eine Sprache findet, die den Mund aufmacht und das umstürzlerische Lied singt vom Überschuss der Liebe Gottes und von der Umkehrung aller Verhältnisse.» Wort und Musik waren gut aufeinander abgestimmt, erfüllt und bewegt gingen wohl nicht nur die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors, sondern viele der Gottesdienstbesucherinnen und –besucher in den vierten Adventssonntag. ck