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LOCATION:Kirche Gümligen\, Dorfstrasse 76\, 3073 Gümligen
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DESCRIPTION:Fällt jemand "zwischen Stuhl und Bank"\, dann gerät er oder
  sie in eine ungünstige Lage und muss sich zwischen zwei Möglichkeiten
  entscheiden. Unsere Kirchgemeinde geriet wortwörtlich zwischen Stühle
  und Bänke\, als es um die neue Möblierung der Kirche Muri ging. Die
  Frage\, ob Bänke oder Stühle in der Kirche\, kann schnell zur
  Glaubensfrage werden. Wie verändern die neuen Stühle wohl den Raum?
  Leidet das Gemeinschaftsgefühl? Gewinnt die Kirche dank der
  neugewonnenen Flexibilität an Anziehungskraft? Zunächst schliesst die
  Kirche Muri für Monate ihre Pforten. So machen wir uns Gedanken zu
  Bänken und Stühlen und dem Dazwischen abseits des Geschehens in der
  Kirche Gümligen.\n \nStehen die Bänke für Gemeinschaft\, die einen
  auch mal entlastet\, und für Heimat\, dann stehen die neuen Stühle
  vielleicht zunächst für Heimatlosigkeit und für die Frage\, was danach
  kommt. Als Kirche\, als Christinnen und Christen\, stehen wir immer
  dazwischen\, sprichwörtlich "zwischen Stühlen und Bänken". \n\nDazu
  Texte aus der Bibel und von Fulbert Steffensky:\n\n"Als Jesus das
  Gedränge um sich herum sah\, befahl er\, ans andere Ufer zu fahren. Da
  kam ein Schriftgelehrter zu ihm und sagte: Meister\, ich will dir
  folgen\, wohin du auch gehst. Jesus sagt zu ihm: Die Füchse haben
  Höhlen\, und die Vögel des Himmels haben Nester\, der Menschensohn aber
  hat keinen Ort\, wo er sein Haupt hinlegen kann.\nEin anderer von den
  Jüngern sagte zu ihm: Herr\, erlaube mir\, dass ich zuerst heimgehe und
  meinen Vater begrabe. Jesus aber sagt zu ihm: Folge mir! Und lass die
  Toten ihre Toten begraben." (Matthäus 8\,18-22)\n\n"Meine
  Religionshöhle ist mir auch heimatlich\, weil ich ihre Wärme mit
  anderen teile. Ich bin dort im Glaubensgasthaus meiner lebenden und toten
  Geschwister. Die Toten haben mir die Psalmen vorgewärmt\, die ich höre
  und bete. Die Geschwister\, mit denen ich im Gottesdienst singe\,
  stützen meine brüchige Stimme. Der Glaube ist schwer\, und ich kann
  seine Last nicht allein tragen. Ich muss es auch nicht\, denn ich lese
  diesen Geschwistern den Glauben von den Lippen. Ich muss in diesem
  Fuchsbau nicht der Souverän meines eigenen Glaubens sein. Welche
  Entlastung!\nIch nenne meinen Fuchsbau jetzt mit seinem anderen Namen:
  Kirche! Nein\, ich bin in dieser Kirche nicht ganz zuhause. Es ist uns
  nicht versprochen\, irgendwo ganz zuhause zu sein. Sie ist eine Art
  Rohbau jener Heimat\, die wir erwarten. Vielleicht sieht man im Rohbau
  mehr als im schönen\, fertigen und abgeschlossenen Haus. Man sieht im
  Rohbau\, was noch fehlt und was noch nicht da ist. Und so verweist er
  mich auf das andere Haus – besser: auf die andere Stadt\, in der alle
  Tränen abgewischt sind und ‘wo der Tod nicht mehr sein wird\, noch
  Leid noch Geschrei noch Schmerz’ (Offenbarung 21\,4). Bis dahin sind
  alle Heimaten mehr Unterstände als wohnliche Orte\, aber wenigstens das
  sind sie." (Fulbert Steffensky: Heimathöhle Religion\, 2015\, S. 83)\n
 \nDer "Feier.Abend" im Februar mit Musik von Agata-Maria Raatz (Violine)
  und Jacques Pasquier (Orgel/Piano) sowie mit Worten von Pfarrer Manuel
  Perucchi.\n\nKontakt: \n\nWeitere Infos:
  https://www.rkmg.ch/veranstaltung/28312
SUMMARY:Feier.Abend Gümligen (Manuel Perucchi)
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